Aggressives und riskantes Verhalten im Straßenverkehr hat seine Ursachen meist ganz woanders. Oft sind es persönliche Problem und Schwierigkeiten, die sich auf diese Art zeigen. Ein Unterrichtsbeispiel.

Riskantes Verhalten als Ausdruck persönlicher Probleme und Belastungen

Belastende Ereignisse oder persönliche Probleme sind oft Ursache für riskantes Verhalten – auch im Straßenverkehr. Nicht selten wird die eigene Unsicherheit durch riskantes Verkehrsverhalten überspielt. Das eigene Fahrzeug als Ventil, dem Alltag zu entfliehen. Hinter solchem Verhalten verbirgt sich oft der Wunsch nach Sicherheit und nach Anerkennung innerhalb der Gruppe.

Auch das Motiv der Kompensation spielt eine Rolle. Benachteiligungsgefühle, geringes Selbstvertrauen und düstere Zukunftsaussichten haben Einfluss auf die Lebenseinstellung und die Fahrweise. Es gibt Anhaltspunkte, dass sich „Verlierer“ im Berufsleben (Arbeitslose, Menschen mit geringer beruflicher Qualifikation) durch riskantes und aggressives Fahren das an Selbstbewusstsein und Bestätigung holen, was sie in Arbeit und Beruf nicht erreichen. Andererseits leben auch manche Gewinner ihre Ellbogenmentalität und Überlegenheitsgefühle auch auf der Straße aus.


Ziel

Die Schüler erarbeiten die Zusammenhänge zwischen Problembelastung und Lebenssituation sowie riskantem (Verkehrs-)Verhalten heraus.


Arbeitsblatt

„Die Geschichte von Markus“ zeigt die Zusammenhänge zwischen Lebenssituation und Verkehrsverhallten.