Im Sekundarstufenalter treten Jugendliche in eine neue Lebensphase ein. Die Bindung an die Eltern wird lockerer, Freunde gewinnen an Bedeutung. In einer sich verändernden Welt sind sie auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer eigenen Rolle.

Die Pubertät ist eine wichtige und schwierige Phase in der geistigen, körperlichen und sexuellen Entwicklung junger Menschen. Aus ihrer Sicht ist es die Zeit, in der „die Erwachsenen zum Problem werden“. Die Jungen und Mädchen werden unabhängiger und selbstständiger. Sie schaffen sich Freiräume und entwickeln ihre Persönlichkeit. Die Bindung an die Eltern wird lockerer. Werte werden in Frage gestellt oder abgelehnt.

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In der Pubertät ist nichts mehr wie vorher.

Die Welt erscheint fremd, rätselhaft, feindselig. Die Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft ist besonders schwierig, weil Jugendliche in unserer schnelllebigen, pluralistischen Welt mit verschiedenartigen Problemen, Fragen und Lebensentwürfen konfrontiert werden, die sie nur schwer in ihre Persönlichkeit zu integrieren vermögen.


Emotionale Achterbahn

Die Umbruchphase geht mit starker Emotionalität und Impulsivität einher. Die Stimmung ist großen Schwankungen unterworfen, depressive und aggressive Phasen wechseln einander ab. Der Grat zwischen Schüchternheit und Wutausbrüchen ist schmal. Der Weg zur eigenen Identität ist mit Selbstzweifeln und gleichzeitiger Überschätzung gepflastert. Jugendliche trauen sich mal gar nichts zu, dann wieder glauben sie, die Welt aus den Angeln heben zu können. Alles scheint möglich.

Sie suchen Orientierung, neue Muster und Werte, in denen sie sich erkennen, mit denen sie sich identifizieren können. Die Begeisterung für Idole aus Sport, Film oder Musik ist kennzeichnet für diesen Lebensabschnitt.


Peergroups

Peergroups, also gleichaltriger Freunde, gewinnen an Bedeutung. Sie bieten die Halt und Orientierung. Peergroups übernehmen eine wichtige Sozialisationsfunktion bei der Emanzipation vom Elternhaus. Das Miteinander mit Gleichaltrigen ist eine wichtige Phase der Persönlichkeitsbildung. Auf Jugendliche mit wenig Selbstbewusstsein kann das Umfeld auch negativen Einfluss haben.

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Peergroups: Gleichaltrige nehmen an Bedeutung zu.

Die Pädagogik kann den Einfluss von Gleichaltrigen für soziales Lernen und zur Konfliktlösung nutzen, etwa im Rahmen von Peer-Mediationen. Schüler kommen über Konflikte und Probleme mit Gleichaltrigen leichter ins Gespräch als mit Lehrern.