Die Alarmglocken schrillen: Kinder bewegen sich immer weniger! Ihre Leistungsfähigkeit geht zurück, Kraft und Beweglichkeit lassen nach. Stattdessen nimmt die Zahl der Kinder mit Haltungsschäden und Übergewicht zu. Die Gründe sind vielfältig! Das Positive: Man kann etwas dagegen tun. Ein Überblick.

Der Verkehr nimmt zu!

Der Verkehr nimmt zu, Freiflächen zum Spielen werden zugebaut – gerade in den Städten. Kinder finden immer weniger Platz zum Laufen, Spielen und Bewegen. Spielplätze sind oft in einem wenig einladenden Zustand, Schwimmbäder gibt es weniger als früher.


Überbehütete Kinder

Viele Eltern haben wachsende Sorge vor Unfällen – trotz rückläufiger Unfallzahlen. Aus Angst schränken sie die Bewegungsfreiheit ihrer Kinder immer mehr ein. Statt zu Fuß zu gehen, bringen sie die Kinder mit dem Auto. Ein Teufelskreis. Den Kindern fehlt die Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln. Sie lernen nicht, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Dadurch werden sie unsicher und sind tatsächlich einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt.

Verkehrserziehung Kinder Bewegungsmangel Elterntaxi

Es mag praktisch erscheinen, aber Erfahrungen im Straßenverkehr machen Kinder so nicht.


„Generation-Computerspiel“

Kinder verbringen immer mehr Zeit im Sitzen. Fernseher, Gameboys, Tablets und Smartphones begeistern Kinder und fesseln ihre Aufmerksamkeit. Bewegt werden nur noch die Daumen.


Die Schere geht auseinander

Natürlich sind nicht alle Kids „Couch-Potatos“. An Wochenenden sieht man viele mobile Kinder, die äußerst geschickt mit dem Laufrad unterwegs sind oder auf Spielplätzen klettern. Andere Kinder hingegen sieht man kaum. Die Schere zwischen fitten und nicht fitten Kindern, zwischen bewegungsstarken und bewegungsschwachen Jungen und Mädchen geht immer weiter auseinander! Einer fitten Gruppe steht am anderen Ende der Skala eine wachsende Zahl von Kindern gegenüber, deren gesundheitliche, motorische und geistige Entwicklung Anlass zur Sorge bereitet.


Bewegungsmangel ist kein Schicksal!

Es ist nicht schwer, Kinder fit zu machen. Sie brauchen nur im Alltag genügend Zeit, Gelegenheit und Anregungen, sich ausreichend zu bewegen.