Auch nach dem Schulwechsel fahren viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist das keinesfalls besonders sicher. Auch sonst spricht alles für Alternativen zum Schulweg mit dem Auto.

Unfälle im Pkw

2017 wurden in Deutschland 10.965 Kinder unter 15 Jahren als Pkw-Mitfahrer verletzt – meist im Auto der Eltern oder Großeltern. Das sind 37,5 Prozent der im Straßenverkehr zu Schaden gekommenen Kinder. In der Altersklasse 10 bis unter 15 Jahren waren 23,9 Prozent als Beifahrer unterwegs. Bei den getöteten Kindern bis 15 Jahre waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sogar 37,7 Prozent im Pkw unterwegs. Gemessen an diesen Zahlen ist Busfahren deutlich sicherer – auch auf dem Schulweg.


Gefahr durch Eltern-Taxis

Die morgendliche Gefahr an Schulen geht sehr oft von Eltern aus, die ihre Kinder zur Schule bringen. Auch für die Kinder sind – bei aller Bequemlichkeit des „Mama-Taxis“– Alternativen wie Bus oder Fahrrad sinnvoller. Bewegung und frische Luft sind gesund und erlauben es dem Kind, sich im Unterricht besser zu konzentrieren.

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Der Schulweg im Auto ist weder besonders sicher noch gut fürs Kind – und er gefährdet andere Schüler.


Drauf muss man achten!

Sollten Eltern ihr Kind dennoch mit dem Auto zur Schule bringen, müssen sie auf Folgendes achten:

  • Angemessene Geschwindigkeit fahren und besonders aufmerksam sein.
  • Nur anhalten, wo es erlaubt ist, nie im Haltverbot.
  • Das Kind zur Gehwegseite aussteigen lassen.
  • Auch auf kurzen Strecken müssen Kinder angeschnallt werden. Kinder, die kleiner als 150 cm sind, müssen bis zum 12. Geburtstag mit einem Kindersitz / einer Sitzerhöhung gesichert werden.

Unterwegs mit Freunden

Später fahren Jugendliche vermehrt mit Freunden, die bereits einen Führerschein haben. Mädchen ab 14 Jahren verunglücken dabei häufiger als Jungen, weil sie öfters bei jungen Männern mitfahren. Eltern sollten mit ihren Töchtern (und Söhnen) vereinbaren,

  • niemals ins Auto eines Fahrers zu steigen, der angetrunken ist oder Drogen genommen hat,
  • von rasant fahrenden Fahrern zu verlangen, langsamer zu fahren.

(in Anlehnung an: GDV: Neue Schule – neue Wege. Informationen zur Schulwegsicherung für Eltern, Schulen und Behörden. Sabine Degener, Michael Heß, Klaus Schuh, Berlin 2006, S. 20–21)