Neben dem Sehen ist das Hören eine Voraussetzung, um sicher unterwegs zu sein. Auch hier zeigen sich grundlegende Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen.

  • Das Hörvermögen ist mit 6 Jahren vollständig ausgebildet, allerdings hören Kinder anders als ältere Jugendliche und Erwachsene.
  • Aus den vielen Geräusche um sie herum können Kinder die wichtigen oft nicht herausfiltern.
  • Wenn sie Musik hören, haben sie kein Ohr mehr für ein hupendes Auto. Sie konzentrieren sich nur auf das, was sie gerade interessiert.
  • Eindrücke, Reize und Stimmungen führen dazu, dass ein Kind nicht „hört”. Ein kleiner Hund zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich.
  • Schüler können mit 6 oder 7 noch nicht erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Sie hören das Klingeln oder Hupen, können aber nicht lokalisieren, von wo die Gefahr naht. Besonders schwer tun sie sich mit Geräuschen aus seitlicher Richtung.
  • Kinder verlassen sich im Verkehr mehr auf das, was sie sehen, als auf das, was sie hören.
  • Erst mit 8 Jahren nutzen sie ihr Gehör im Straßenverkehr.
  • Fühlen Kinder sich überfordert, halten sie sich die Ohren zu. Sie wollen nichts mehr hören – und denken, dass man auch sie nicht wahrnimmt.
  • Kinder hören langsamer als Erwachsene, sie brauchen länger, Sinneseindrücke zu verarbeiten.
Hören Straßenverkehr Kinder Grundschule Geräusche Wahrnehmung

Kinder können Geräusche hören, können sie aber noch nicht lokalisieren und filtern.


Hörschwächen

Neben entwicklungsbedingten Grenzen gibt es Schüler, die tatsächlich „schlecht hören”. Hörfehler müssen schnell behoben werden, denn wer wenig mitbekommt, kann nur wenig nachahmen. Bei stärkeren Hörfehlern kann es nicht nur zu einer verzögerten Sprachentwicklung kommen, sondern zu einer allgemeinen Verzögerung der Entwicklung kommen.

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