Verkehrserziehung ist Alltag in der Kita. Erzieherinnen leisten einen unschätzbaren Beitrag bei der Förderung mobilitätsrelevanter Fähigkeiten und Fertigkeiten. Bewegungsförderung ist in allen Kitas ein Schwerpunkt. Je fitter und mobiler Kinder sind, umso besser können sie ihre Umgebung entdecken und erkunden.

Verkehrserziehung im Kindergarten hat viele Gesichter

Regeln lernen und Verkehrsschilder ausmalen war gestern. Moderne Verkehrserziehung ist vielfältig in den Alltag integriert.

  • Als spielerische Bewegungsförderung.
  • Beim Fahren mit Rollern, Laufrädern oder anderen Gleit- und Rollgeräten.
  • Praxisnah und handlungsorientiert auf Exkursionen und Ausflügen, beim Gang zur Bus- oder Bahnhaltestelle, beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • In Rollenspielen, Theaterstücken oder Liedern. Die Kinder schildern ihre Erfahrungen und erzählen von schönen oder ängstigenden Situationen, die sie Tag für Tag erleben.
  • Im letzten halben Jahr der “Wackelzahngruppen” als Vorbereitung auf den Schulweg.
  • In Zusammenarbeit mit externen Partnern: Polizeibeamte üben mit den Kindern richtiges Verhalten an der Ampel und das Überqueren der Fahrbahn, die Feuerwehr wird besucht usw. Auch die Verkehrswachten unterstützen die Erzieherinnen.
  • Im Rahmen der Elternarbeit, z.B. mit den Verkehrswachtprogramm „Kind und Verkehr“.
  • In den Bundesländern gibt es spannende Projekte von Ministerien oder Hochschulen.
Verkehrserziehung Kindergarten Ausflüge Straßenverkehr Ortsbezug Bewegungsförderung

Ausflüge sind praktische Verkehrserziehung!


Lernen mit Ortsbezug!

Ortsbezug ist wichtig. Abstrakte Regeln überfordern Kinder. Sie verbinden Gefahren mit konkreten Orten. Einen Transfer des Gelernten auf andere Situationen beherrschen sie noch nicht.


Enorme Vielfalt – Verkehrserziehung in den Bildungsplänen der Länder

Studie Zimmer Verkehrserziehung Mobilitätsbildung Kompetenzen Kindergarten

Die Studie von R. Zimmer bietet einen praxisbezogenen Überblick über Verkehrserziehung in der Kita.

Verkehrserziehung ist kein isolierter Bereich, sondern eine lebendige Querschnittsaufgabe. Sie findet kontinuierlich statt und fordert die Kinder mit all ihrem Denken, Fühlen und Handeln in unterschiedlichen Situationen.

Eine gute Übersicht über alle mit Mobilität und Sicherheit verbundenen Kompetenzen hat Professorin Dr. Renate Zimmer erarbeitet, eine Expertin für frühkindliche Bildung. Sie beschreibt die Basiskompetenzen sowie deren praktische Förderung im Kindergartenalltag. Die Studie entstand im Auftrag der Deutschen Verkehrswacht e.V. und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).


„Kinder im Straßenverkehr“

Vielfältige Anregungen zur Verkehrserziehung im Kindergarten bietet auch das DVW-Programm „Kinder im Straßenverkehr“, kurz KiS. Die Moderatoren beraten Erzieherinnen und Erzieher über neue verkehrspädagogische Ansätze und Methoden.