Skater in der StVO

Laut Urteil des Bundesgerichtshofs fallen Inline-Skates unter § 24 Abs. 1 StVO.

Sie sind demnach keine Verkehrsmittel, sondern als „ähnliche Fortbewegungsmittel“ zu behandeln, die rechtlich den Fußgängern gleichgestellt sind. In der StVO heißt es:

§24 Besondere Fortbewegungsmittel

(1) Schiebe- und Greifrollstühle, Rodelschlitten, Kinderwagen, Roller, Kinderfahrräder und ähnliche Fortbewegungsmittel sind nicht Fahrzeuge im Sinne dieser Verordnung.”

Ҥ31 StVO: Sport und Spiel

(1) Sport und Spiel auf der Fahrbahn, den Seitenstreifen und auf Radwegen sind nicht erlaubt. Satz 1 gilt nicht, soweit dies durch ein die zugelassene Sportart oder Spielart kennzeichnendes Zusatzzeichen angezeigt ist.

Inline Skaten Zusatzzeichen Skater Frei Stvo Sekundarstufe Verkehrserziehung Mobilitaetsbildung

Dieses Zusatzzeichen gibt Wege für Inline-Skater frei.

(2) Durch das Zusatzzeichen wird das Inline-Skaten und Rollschuhfahren zugelassen. Das Zusatzzeichen kann auch allein angeordnet sein. Wer sich dort mit Inline-Skates oder Rollschuhen fortbewegt, hat sich mit äußerster Vorsicht und unter besonderer Rücksichtnahme auf den übrigen Verkehr am rechten Rand in Fahrtrichtung zu bewegen und Fahrzeugen das Überholen zu ermöglichen.


Inline-Skater gelten als Fußgänger

Inline-Skates gelten nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 19. März 2002 über die rechtliche Behandlung von Inline-Skatern im Straßenverkehr als “besondere Fortbewegungsmittel”. Demnach sind sie wie Fußgänger zu behandeln: sie müssen auf dem Gehweg, Geh- und Radwegen oder in Fußgängerzonen fahren; Radwege sind tabu, sofern sie nicht durch ein Zusatzzeichen für Skater freigegeben sind. Auf Landstraßen ohne Gehweg müssen sie sich am äußersten linken Rand halten.


Fahren außerorts

Bei Straßen ohne Gehweg oder Seitenstreifen müssen sich Skater wie Fußgänger am äußersten linken Rand der Fahrbahn halten – ein Geisterfahrer aus Sicht des Gegenverkehrs. Das ist bei den Geschwindigkeiten, die Skater erreichen, nicht ungefährlich.


Haftungs- und Aufsichtsfragen beim Skaten

Schüler sind während des Besuchs allgemein bildender Schulen grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Der Versicherungsschutz umfasst auch die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen.

Bei allen praktischen schulischen Veranstaltungen zum Thema Inline-Skating müssen die Schüler die komplette Schutzausrüstung tragen, also Hand-, Ellbogen- und Knieschoner und einen Helm. Spezielle Skater-Helme oder Helme mit Kinnschutz werden empfohlen.

Die Schüler sind beim Inline-Skaten versichert, wenn dies im Rahmen des Schulsports, bei Projekt- oder Projektwochen, in den Pausen oder bei anderen als schulische Veranstaltung deklarierten Aktivitäten stattfindet. Die unterschiedlichen Erlasse und Vorschriften der einzelnen Bundesländer sowie die Hinweise der gesetzlichen Unfallversicherer zum Thema “Inline-Skaten” und “Ausflüge” sind in jedem Falle zu beachten.