Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule verändert sich das Leben der meisten Kinder. Er bedeutet neue schulische Herausforderungen, neue Freunde, neue Freizeitgewohnheiten – und neue Wege. Das Fahrrad wird Verkehrsmittel Nummer 1!

Der neue Schulweg

Eltern kümmern sich intensiv darum, dass ihr Kind auf die „richtige“ Schule wechselt. Über den Weg dorthin machen sie sich weniger Gedanken. Der Schulweg steht nicht mehr so im Fokus wie bei der Einschulung.

Auch in der Freizeit sind Jugendliche nun mehr unterwegs – auch in Stadtteilen und Gegenden, die sie nicht kennen. Das Rad ist in dieser Altersgruppe unbestritten Verkehrsmittel Nr. 1.

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Nach dem Schulwechsel fahren viele Jugendliche mit dem Rad zu Schule.


Realistisch bleiben

Sind Kinder nach der Radfahrausbildung und dem Schulwechsel fit für den Straßenverkehr? In vieler Hinsicht schon. Zahlreiche, für die Verkehrsteilnahme notwendige Kompetenzen sind nun einigermaßen ausgebildet, etwa das Erkennen fremder Handlungsabsichten, die gedankliche Vorwegnahme von Geschehensabläufen, das Erfassen komplexer Situationen oder die bessere Einschätzung von Entfernungen und Geschwindigkeiten. Sie sind auch in der Lage, mit dem Rad zur Schule zu fahren.

Das bedeutet aber nicht, dass sie im Straßenverkehr weniger gefährdet sind. Auch nach dem Schulwechsel haben Kinder in komplexen Situationen noch Schwierigkeiten.


Jugendspezifische Verhaltensweisen

Zudem bringt der neue Lebensabschnitt neue „problematische“ Verhaltensweisen mit sich. Mit der Pubertät steigt die Risikobereitschaft. Viele Kinder sind sorglos und überschätzen ihre Fähigkeiten. Regeln werden absichtlich übertreten. Die Risikobereitschaft nimmt zu, das Sicherheitsdenken sinkt – vor allem bei Jungen. Immer weniger Jugendliche tragen einen Helm. Viele Radfahrer ziehen eine kürzere, aber gefährlichere Strecke einem Umweg vor. Mutproben und „sich-in-Szene-setzen“ gehören für viele Heranwachsende dazu.

Eine Entwarnung gibt es nicht! Im Gegenteil, die Unfallhäufigkeit steigt deutlich an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes standen im Jahre 2017 8.168 verunglückte Kinder in der Altersgruppe der 6-bis unter 10-Jährigen 15.111 Unfallopfern bei den 10- bis unter 15-Jährigen gegenüber (2016: 6.805 und 14.591). Die Hälfte der Jugendlichen war mit dem Rad unterwegs.


Radfahren als Thema der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung

In den Eingangsstufen der Sekundarstufe sind Radfahren und der Schulweg mit dem Fahrrad wichtige Themen. Wir stellen Ihnen die Projekte “Der neue Schulweg” und “Fahrradwerkstatt” und etliche Unterrichtsanregungen vor.