Schülerlotsen tragen aktiv zu sinkenden Unfallzahlen bei! Dass dies weiterhin dringend notwendig ist, zeigen die folgenden Zahlen. Immer noch verunglücken auf dem Schulweg pro Jahr über 15.000 Grundschüler.

Schulwegunfälle von Grundschülern

Die Zahl der jährlich auf dem Schulweg verunglückten Grundschüler entspricht der Einwohnerzahl einer Kleinstadt wie Bad Segeberg, Aue, Sigmaringen oder Freilassing. Im Jahre 2017 verzeichnete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 15.867 Schulwegunfälle von Grundschülern! Das sind 45 Kinder pro Tag! Gezählt werden alle den Unfallversicherern gemeldeten Schulwegunfälle, die zu einer ärztlichen Behandlung führten. Pro 1.000 Schüler kamen sechs Jungen und Mädchen zu Schaden. Zahlen, die aufschrecken!


Zeitliche Unfallschwerpunkte

Auch die Angaben des Statistischen Bundesamtes unterstreichen die Notwendigkeit des Lotsendienstes. Drei tageszeitliche Unfallschwerpunkte bei Kindern von 6 bis 14 Jahren als Fußgänger und Radfahrer lassen sich ausmachen: kurz vor Schulbeginn, nach Schulende und am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr. Morgens zwischen 7 und 8 Uhr ereigneten sich auch 2017 die meisten Unfälle.

Schülerlotsen Sestatis Kinderunfälle Uhrzeit 2017

Unfallschwerpunkt morgendlicher Schulweg. Quelle: Statistisches Bundesamt 2018

Die Wiesbadener Behörde registriert lediglich die Unfälle, die von der Polizei aufgenommen werden. Entsprechend hoch ist die Dunkelziffer. Viele glimpflich verlaufende Unfälle tauchen nicht in der Statistik auf.