Schülerlotsen tragen aktiv zu sinkenden Unfallzahlen bei! Dass dies weiterhin dringend notwendig ist, zeigen die folgenden Zahlen. Immer noch verunglücken auf dem Schulweg pro Jahr über 18.000 Grundschüler.

Schulwegunfälle von Grundschülern

Die Zahl der jährlich auf dem Schulweg verunglückten Grundschüler entspricht der Einwohnerzahl einer Kleinstadt wie Bad Kissingen, Burg, Stadthagen oder Überlingen. Im Jahre 2019 verzeichnete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 22.528 Schulwegunfälle von Grundschülern! Das sind 61 Kinder pro Tag! Eine sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu den beiden Vorjahren: 2018 gab es 18.390 Schulwegunfälle, 2017 waren es 15.867 (2017). Gezählt werden alle den Unfallversicherern gemeldeten Schulwegunfälle, die zu einer ärztlichen Behandlung führten. Pro 1.000 Schüler kamen 7,95 Jungen und Mädchen zu Schaden. Zahlen, die aufschrecken!


Zeitliche Unfallschwerpunkte

Auch die Angaben des Statistischen Bundesamtes unterstreichen die Notwendigkeit des Lotsendienstes. Drei tageszeitliche Unfallschwerpunkte bei Kindern von 6 bis 14 Jahren als Fußgänger und Radfahrer lassen sich ausmachen: kurz vor Schulbeginn, nach Schulende und am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr. Morgens zwischen 7 und 8 Uhr ereigneten sich auch 2019 die meisten Unfälle.

Unfaelle Kinder Bis 15 Jahre Deutschland 2019 Uhrzeit Verkehrsunfaelle Statistik Statistisches Bundesamt

Der morgendliche Schulweg ist ein Unfallschwerpunkt. Quelle: Statistisches Bundesamt, 2020

Die Wiesbadener Behörde registriert lediglich die Unfälle, die von der Polizei aufgenommen werden. Entsprechend hoch ist die Dunkelziffer. Viele glimpflich verlaufende Unfälle tauchen nicht in der Statistik auf.