Bis ins Grundschulalter brauchen Kinder konkrete Anschauungen. Übertragungen (Transfers) von Gelerntem auf andere Situationen im Straßenverkehr sind noch nicht möglich. Der Schulweg muss vor Ort geübt werden. Erst allmählich können Kinder komplexere Situationen meistern. Deshalb findet die Radfahrausbildung erst am Ende der Grundschulzeit statt.

Die geistige Entwicklung von Grundschulkindern

  • Jüngere Kinder verbinden Gefahren mit konkreten Orten und Situationen. Was ein Sechsjähriger an Kreuzung A lernt, kann er noch nicht auf Kreuzung B übertragen.
  • Kinder sehen alles aus ihrem Blickwinkel, aus ihrer Perspektive.
  • Die Perspektive von anderen – etwa in Verkehrssituationen – können sie nicht einnehmen.
  • Erstklässler lassen sich noch stark von externen Reizen ablenken.
  • Mit 6 oder 7 Jahren machen Kinder einen gewaltigen Schritt in ihrer geistigen Entwicklung.
  • Ihre Konzentrationsfähigkeit nimmt zu. Sie beginnen, Zusammenhänge zu erkennen.
  • Zunehmend können sie sich in andere Menschen hineinversetzen, eine grundlegende Fähigkeit für eine sichere Verkehrsteilnahme.
  • Dennoch sollte man die Leistungsfähigkeit von Kindern nicht überschätzen. In komplexen und unüberschaubaren Situationen sind sie rasch hilflos.
  • Mehrfachanforderungen überfordern sie. Das ändert sich erst gegen Ende der Grundschule.
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Erst- und Zweitklässler lernen in konkrete Situationen. Sie können das Gelernte noch nicht übertragen.