Jeder wünscht sich rücksichtsvolle und tolerante Verkehrsteilnehmer. Aber selbst das eigene Verhalten entspricht nicht diesem Idealbild. Wie stark Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen, zeigt folgende Unterrichtsanregung.

Idealbild und Selbsterkenntnis

Aufmerksam, zuvorkommend, besonnen und ruhig. Dieses Bild zeichnen die meisten, wenn sie den idealen Verkehrsteilnehmer beschreiben. Diese Eigenschaften wünschen sie sich bei Fahrern, denen sie auf der Straße begegnen.

Selbsteinschätzungen führen meist zu anderen Ergebnissen. Oft reicht etwas Zeitdruck, und man nimmt es mit der Rücksicht nicht mehr so genau. Und „DIE ANDEREN“ sind entweder „verrückte Raser, denen man den Führerschein entziehen muss“ oder „solche Schleicher, dass sie den Lappen am besten gleich abgeben“. Stoikern begegnet man selten im Verkehr. Im Gegenteil: Glaubt man den Berichten in den Medien, geht es auf Deutschlands Straßen immer ruppiger zu, vom Drängeln auf der Autobahn bis zum Kampf um einen leeren Parkplatz.


Ziele

Die Schüler sollen erkennen, dass die meisten Menschen – auch sie selbst – sich oft anders verhalten, als sie es sich vom „idealen Verkehrsteilnehmer“ erwarten.


Arbeitsblatt

Das Arbeitsblatt „Wie ich mir den idealen Verkehrsteilnehmer vorstelle“ bietet eine gute Basis, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen.

Die Schüler erarbeiten zunächst anhand der Skala ihre Vorstellung vom „idealen Verkehrsteilnehmer“ (Frage 1). Anschließend beurteilen sie ihr eigenes Verhalten (Frage 2) und vergleichen die beiden Kurven (Frage 3). In einem weiteren Schritt vergleichen sie ihre Ergebnisse mit denen der anderen Schüler der Klasse / des Kurses (Frage 4).