Eine sichere Verkehrsteilnahme hängt stark von der Wahrnehmungs- und Antizipationsfähigkeit der Verkehrsteilnehmer ab. Gerade für Skater ist dies wichtig. Die folgende Einheit schult diese Kompetenz.

Thema: Vorhersage möglicher Verkehrsabläufe sowie Überprüfen der eigenen Einstellung zum Verkehrsverhalten.

Ziele:

  • Die Teilnehmer schulen ihre Wahrnehmungs- und Antizipationsfähigkeit.
  • Sie überprüfen ihre Einstellung zum Verkehrsverhalten.

Zeit: 90 Minuten


Übungen zur Wahrnehmungs- und Antizipationsschulung:

  • Zwei Teilnehmer stellen sich in etwa 20 Meter Entfernung von der Gruppe schulterbreit nebeneinander. Die anderen Schüler müssen einschätzen, ob sie zügig zwischen den Personen herfahren können, ohne eine der beiden Personen zu berühren.
  • Eine Doppelslalomreihe in Schulterbreite wird aufgebaut. Die Schüler fahren durch die so entstandene Gasse. Beim zweiten Durchlauf muss sich jeder umdrehen und einen Gegenstand erkennen, der vom Kursleiter in der Hand gehalten wird. (Zahl, Buchstabe)
  • Ein Paarslalom, bei dem der Skater mit verbundenen Augen fährt, macht Spaß, fördert die Kooperationsbereitschaft und zwingt zu angepasstem Fahren. Der „sehende“ Schüler gibt per Zuruf die Kommandos.
Inline Skaten Projekt Ganztag Baustein 7 Wahrnehmung Antizipation Sekundarstufe Verkehrserziehung Mobilitaetsbildung

Skater müssen sich immer wieder auf neue Situationen einstellen und Gefahren antizipieren.


Geschwindigkeiten und Entfernungen

Viele Menschen – auch Erwachsene – haben große Probleme mit dem Einschätzen von Geschwindigkeiten und Entfernungen. Besonders bei mehreren ablenkenden Reizen fällt es ihnen schwer, sich auf die Fahraufgabe zu konzentrieren und auf die einströmenden Ablenkungen zu reagieren. Die Schüler sollen deshalb bei den Übungen immer wieder gestört und abgelenkt werden. Sie erleben praktisch, wie ihr Fahren in hohem Maße von äußeren Faktoren bestimmt wird. Wer auf „Nummer sicher” gehen will, muss Überraschungen einkalkulieren und defensiv fahren.