Nur knapp am "sehr mangelhaft" vorbei schrammte die Verliererlinie 826 Naumburg - Droyßig in Sachsen-Anhalt. Der Busfahrer hielt sich weder an die Höchstgeschwindigkeit, noch passte er seinen Fahrstil den bergigen und engen Straßen an. Im Bus gab es kaum Haltegriffe, außerdem waren sie zu hoch angebracht.
Es geht auch anders: Die Bestnote erhielt die Linie 543 Wattenbek - Einfeld in Schleswig-Holstein. Nicht nur der Fahrer punktete voll, auch die Schüler verhielten sich vorbildlich. Der Bus war voll, aber nicht überfüllt und auch die Kleinen fanden genügend erreichbare Haltegriffe. Positiv bewertet wurde auch die sicher angelegte Schul-Haltestelle.
Zusätzlich führte der ADAC gemeinsam mit der Polizei einen Technik-Check bei 89 Schulbussen in neun Bundesländern durch. Die Bilanz: Jeder achte Bus hatte erhebliche Mängel, einer musste sogar aus dem Verkehr gezogen werden. Beanstandet wurden etwa die Lenkung, die Bremsen oder die Reifen.
Schuld an den Problemen ist meist fehlendes Geld, da die Zuschüsse von Bund, Ländern und Gemeinden nicht ausreichen. Busunternehmer sind dadurch gezwungen, zu knapp zu kalkulieren. Die Folge: rasende und gestresste Busfahrer sowie zusammengepferchte Schüler.
Bei aller berechtigten Kritik bleibt der Schulbus dennoch ein ziemlich sicheres Verkehrsmittel.
Ausführliche Information zum Schulbustest 2009 finden Sie beim ADAC.