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BF 17 wird zur Erfolgsstory. Was seit 2004 in den Bundesländern in Modellversuchen erprobt wurde, gilt vom 1. Januar 2011 an bundesweit und auf Dauer : Das "Begleitete Fahren mit 17".

Erste Fahrt

Hierzu der Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Kurt Bodewig, Bundesverkehrsminister a.D.: "BF 17 ist die erfolgreichste Maßnahme zur Reduzierung des Unfallrisikos junger Fahrer, die es in der Bundesrepublik je gab. Die Deutsche Verkehrswacht hat an der Entwicklung von BF 17 mitgearbeitet. Wir haben uns ohne "Wenn und Aber" für die Überführung des Modellprojektes in dauerhaftes Fahrerlaubnisrecht eingesetzt."

 

Die ersten Kilometer …

Fahranfänger tun sich oft schwer mit komplexen Anforderungen im Straßenverkehr, es fehlen Erfahrung und Routine. Gerade zu Beginn erfordert die Bedienung des Fahrzeugs - z.B. das Einlegen des richtigen Ganges - sehr viel Aufmerksamkeit. Daneben muss der Fahrer das Verkehrsgeschehen beobachten, unübersichtliche Situationen durchschauen und Entwicklungen voraussehen, sich mit anderen verständigen und seine Fahrweise den Straßen- und Verkehrsverhältnissen anpassen. Wenig verwunderlich, dass Anfänger gerade auf den ersten 5.000 km einem extrem hohen Unfallrisiko ausgesetzt sind. Hier hilft das Begleitete Fahren den Jugendlichen, Kompetenz und Erfahrung zu gewinnen.


Unfallzahlen sinken

Eine von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt) erstellte Studie über den Modellversuch belegt seine Effizienz. Die jungen Leute fahren im Durchschnitt sieben bis acht Monate in Begleitung (Stand 2008). Bei durchschnittlich 330 gefahrenen Kilometern pro Monat bedeutet dies rund 2.500 km zusätzliches Üben über die im Rahmen der Fahrschulausbildung gefahrenen 600 bis 1000 Kilometer hinaus. Diese zusätzliche Fahrerfahrung zeigt messbare Wirkung:  In der Anfangsphase des selbständigen Fahrens vermindern sich die Unfallzahlen um 22 %, die Verkehrsverstöße fallen  um 20 % geringer aus.

Bei Jugendlichen ein Renner

Das Modell erfreut sich bei jungen Frauen und Männern in Nord und Süd, in Ost und West großer Beliebtheit. 2007 entfielen bereits 25 % aller Führerscheine der Klassen B und BE auf das Modell BF 17, 2008 waren es 35 %. Inzwischen haben über eine Million Heranwachsender teilgenommen. Bei den Früherwerbern des Führerscheins, also denjenigen, die ihn bis zu einem Alter von 18 Jahren und 3 Monaten machen, liegt BF 17 inzwischen klar vor dem herkömmlichen Modell. Der Zuspruch ist in Flächenstaaten etwas größer als in Stadtstaaten. Die meisten Teilnehmer gibt es prozentual in Bayern (42 %). Zwar nehmen Jugendliche aus mittleren und höheren Schichten etwas häufiger teil, dies gilt aber für den Führerscheinerwerb insgesamt.

Begleitetes Fahren

Die Idee - Frühes Fahren, aber in Begleitung

Das Modell sieht vor, dass Jugendliche ihre Fahrausbildung für den Führerschein der Klassen B und BE bereits mit 16,5 Jahren beginnen. Ab dem 17. Geburtstag wird ihnen nach bestandener Prüfung eine "Ausnahmegenehmigung" ausgehändigt, eine Art provisorischer Führerschein. Danach dürfen sie innerhalb Deutschlands selbst hinters Steuer, allerdings nur in Begleitung eines namentlich genannten Erwachsenen. Mit 18 darf der junge Fahrer dann - wie gehabt - ohne Begleitung fahren. 

Missachtet der junge Fahrer diese Auflage und fährt ohne die benannte Begleitperson, wird die Fahrerlaubnis widerrufen. Dazu kommt ein Bußgeld, eine verlängerte Probezeit und die Auflage, vor dem Neuerwerb des Führerscheins ein Aufbauseminar zu machen.

Die Rolle des Beifahrers

Der Begleiter muss mindestens 30 Jahre alt sein, seit mindestens 5 Jahren einen Führerschein Klasse B besitzen und darf zum Zeitpunkt der Registrierung als Begleiter nicht mehr als 3 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg haben. Für den Begleiter gilt die 0,5-Promille-Regel.

Seine Rolle bleibt passiv. Allein die Anwesenheit eines erfahrenen Beifahrers wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten des Anfängers aus und vermittelt ihm Sicherheit.

Der Begleiter

  • ist Ansprechpartner vor, während und nach der Fahrt.
  • steht bei konkreten Fragen zur Verfügung.
  • kann den ein oder anderen sinnvollen Hinweis geben.
  • kann im Vorfeld auf Schwierigkeiten bei bestimmten Strecken hinweisen und Alternativen vorschlagen.
  • hat in Stresssituationen einen mäßigenden Einfluss.
  • hilft dem Fahranfänger, seine Fähigkeiten richtig einzuschätzen.

 
Der Begleiter ist kein Fahrlehrer! Er darf nicht ins Lenkrad eingreifen. Der junge Fahrer ist der verantwortliche Fahrzeugführer und bestimmt die Fahrt und den Fahrtverlauf.

 


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