Die Führerscheinprüfung will vorbereitet sein, um am Prüfungstag nicht wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren. Es gibt viele Möglichkeiten, sich für die Theorie fit zu machen. Und auch praktisch kann man neben den Fahrstunden zusätzlich üben.

Die perfekte Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung

Theoretische Prüfung

An der Theorie kommt keiner vorbei. Am Prüfungstag erwartet den Fahrschüler ein digitaler Testbogen mit 30 Fragen (20 Grundstoff, 10 Zusatzstoff), der per Mausklick am PC ausgefüllt wird. Die Fragen sind bekannt, sie stammen aus einem Pool von über 800 amtlich zugelassenen Führerscheinfragen.

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Das Papierzeitalter ist vorbei, die Prüfungen sind digital; Foto: TÜV Süd

Eine intensive Beschäftigung mit den amtlichen Fragen erleichtert die Prüfung. Hat man sich an die Art der Fragestellungen gewöhnt, fällt vieles leichter. Im Lernmodus kann man nach Themen üben, im Prüfmodus werden Prüfungen simuliert. Die Rückmeldung zeigt, ob man bestanden hätte.

Ab 11 Fehlerpunkten ist die Prüfung nicht bestanden. Werden zwei Fragen mit der Wertigkeit 5 falsch beantwortet, ist man ebenfalls durchgefallen. Wir empfehlen Übungsprogramme, die der amtlichen Prüfung optisch angepasst sind. Das erleichtert die Handhabung der offiziellen Prüfungsmaske.

Wie man am bestens lernt, lässt sich nicht verallgemeinern. Es hängt vom individuellen Lerntyp ab – wie beim Vokabellernen.

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Gute Übungsprogramme haben ein Lern- und einen Prüfmodus.


Verstehen statt auswendig lernen – Mutteraufgaben

Bei zentralen Themen wie Vorfahrt wurden die Anforderungen vor ein paar Jahren erhöht. Beim Üben sehen die Jugendlichen ein Mutterbild. Es wird in der Prüfung abgeändert. Die Änderungen beziehen sich aber nur auf die Bildelemente (z.B. die Darstellung der Umgebung – Bebauung oder Hintergrund – und die Typen und Farben der Fahrzeuge). Beispiel: Aus dem roten Bus, der von links kommt, wird ein blauer Lkw oder ein grüner Pkw. Die Situation selbst bleibt gleich, ebenso die Fragestellung und die Antworten. So soll verhindert werden, Fragen auswendig zu lernen. Die betreffenden Fragen sind als Mutterbild gekennzeichnet.

Ebenfalls neu sind kurze Filmsequenzen, die auf eine Frage hinauslaufen.


Fahren üben ohne Führerschein

Auch praktisch kann man sich vorbereiten. Da die Straße noch tabu ist, sind Verkehrsübungsplätze eine gute und preiswerte Möglichkeit, zusätzlich zu den regulären Fahrstunden Fahrgefühl zu bekommen. Jugendliche ohne „Lappen“ dürfen dort nur in Begleitung eines Führerscheininhabers üben. Der ältere Begleiter trägt die Verantwortung für alles, was geschieht.

Auch für Führerscheinneulinge sind Übungsplätze noch hilfreich. Hier können sie abseits vom Verkehrstreiben Dinge üben, bei denen sie sich noch unsicher fühlen.

Vorzüglich geeignet zum Erwerb von Fahrerfahrung ist natürlich auch das Modell des Begleiteten Fahrens mit 17.


Steigende Durchfallquoten

Die Durchfallquote bei der theoretischen Prüfung ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Sie lag nach Angaben des Kraftfahr-Bundesamtes 2017 bei 39 Prozent . In der praktischen Prüfung fielen 32 Prozent durch (2016: 31 Prozent).