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Schon Vierjährige fahren Rad! Begeistert zeigen sie Mama oder Papa, was sie schon können. Eltern sollten sich indes nicht täuschen lassen. Ein Ausflug in Begleitung Erwachsener oder das Fahren auf ruhigen Nebenstraßen ist etwas anderes als alleine im Straßenverkehr unterwegs zu sein.

 

ie Anforderungen ans richtige Radfahren sind hoch.

Entwicklungsbedingte Grenzen

 

Jüngere Kinder verfügen nicht über die geistigen und körperlichen Voraussetzungen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Sie können komplexe Situationen noch nicht erkennen oder umsichtig auf sie reagieren.

 

  • Kinder sind Mehrfachanforderungen noch nicht gewachsen.
  • Sie haben Schwierigkeiten zu erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.
  • Sie lassen sich noch stark ablenken, können sich nicht über längere Zeit systematisch auf etwas konzentrieren.
  • Kinder sehen wie durch Scheuklappen. Was Erwachsene am Rande des Sichtfeldes irgendwie noch wahrnehmen, sehen Kinder nicht. Deshalb erkennen sie Gefahren oft erst sehr spät.
  • Grundschulkindern fällt es schwer, Entfernungen und Geschwindigkeiten abzuschätzen.
  • Kinder schließen von sich auf andere. Was sie nicht sehen, existiert für sie auch nicht.
  • Ihre Erfahrungen als Fußgänger können sie nicht aufs Radfahren übertragen.

Nur nach und nach erwerben Kinder die fürs Radfahren notwendigen Kompetenzen. Die Entwicklung vollzieht sich mehr sprunghaft als kontinuierlich. Einen ersten Sprung machen Jungen und Mädchen mit 8 Jahren. Viele Fähigkeiten erwerben sie erst in diesem Alter.

 

  • Erst mit 8 Jahren beginnen sie, ihr Gehör im Verkehr systematisch zu nutzen. Vorher verlassen sie sich hauptsächlich auf das, was sie sehen.
  • Auch in andere Richtungen als nur in Fahrtrichtung blicken können Kinder erst mit 8.
  • Frühestens mit 8 kann ein Kind mögliche Gefahren im Vorfeld erkennen.
  • Mit 9 Jahren nimmt die Fähigkeit, einhändig zu fahren, stark zu.
  • Ab 9 oder 10 Jahren kann ein Kind eine Situation so weit beurteilen, dass es durch sein Verhalten eine Gefahr bereits im Vorfeld verhindern kann.
  • Ab dem 11. Lebensjahr beginnen Kinder, sich zunehmend auch nach hinten zu orientieren.
  • Kinder bis 14 reagieren langsamer als Erwachsene auf das, was sie sehen und hören.

Ein weiterer qualitativer Sprung ereignet sich mit 13 bis 14 Jahren, erst danach bewegen sich Jugendliche auf dem Fahrrad fast wie Erwachsene.

 

  • Erst mit 14 verbessern sie beim langsamen Fahren zwischen zwei Linien sprunghaft ihre Leistungen.

Nach der Grundschule

 

Nach dem Schulwechsel wird der Schulweg länger, Freunde wohnen weiter weg, das Rad wird zum wirklichen Verkehrsmittel. In diesem Alter sind Heranwachsende als Radfahrer am gefährdetsten: das größte Unfallrisiko liegt zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr. Dass die Zahlen steigen, erklärt sich nur zum Teil daraus, dass Kinder nun öfter und über weitere Strecken fahren.

 

Weitere Faktoren sind ein größeres Vertrauen in die eigenen Fahrkünste sowie - gerade bei Jungen - eine wachsende Risikobereitschaft. Die Unfälle werden auch deshalb gefährlicher, weil Jugendliche mit Beginn der Pubertät immer weniger einen Helm tragen.

 

 


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Cover: Lehrerhandbuch

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Ab wann darf ein Kind mit dem Fahrrad zur Schule? Aus verkehrspädagogischer Sicht kann man nur raten, Grundschulkinder nicht mit dem Rad zum Unterricht fahren zu lassen. [mehr...]