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Motorisierte Verkehrsteilnahme ist ein zentrales Stichwort der Mobilitätsbildung in der Sekundarstufe II. Viele Jugendliche und junge Erwachsene fahren Mofa oder Roller, fast alle haben den Führerschein fest im Blick. Motorisierte Mobilität ist selbstverständlicher Teil der individuellen Lebensgestaltung.

 

Motorisierte Mobilität - ein zentrales Thema in der Sek. II

Mit dem Erwerb des Führerscheins nimmt aber auch die Verantwortung der Jugendlichen zu. Die Unfallhäufigkeit junger Fahrer liegt ein Mehrfaches über der des Bevölkerungsdurchschnitts. Wer wenn nicht die Schule (gymnasiale Oberstufe und Berufsschule) hat die Möglichkeit, die Jugendlichen flächendeckend in dem Alter zu erreichen, in dem sie zunehmend motorisiert unterwegs sind - auf Zweirädern und mit dem Auto?

 

Fahren ist eine Frage der Einstellung

 

Fahranfänger haben in den ersten Monaten generell ein höheres Unfallrisiko - unabhängig vom Alter. Nach den ersten 5.000 Kilometern hinterm Lenkrad sinkt die Unfallgefahr rapide ab.

 

Junge Fahrer sind umso mehr gefährdet, da sich zu mangelnder Fahrpraxis und Routine oft noch jugendlicher Leichtsinn und Imponiergehabe gesellen. In der Unfallforschung besteht Einigkeit über die Bedeutung der Einstellungen von Jugendlichen für das Ausmaß ihrer Gefährdung. Psychische und soziale Aspekte spielen eine größere Rolle als die fahrpraktischen Fähigkeiten. Gerade junge Männer versuchen sich mit Hilfe ihres Fahrzeugs abzuheben, Anerkennung zu gewinnen und Mitschülerinnen zu beeindrucken. Der Kick beim Fahren bringt Abwechslung in den Alltag. Wenn dann noch Alkohol ins Spiel kommt, sind die Konsequenzen absehbar. Immer wieder enden feuchtfröhliche Diskoausflüge mit fatalen Folgen im Straßengraben oder auf der Gegenfahrbahn.

 

Hier ist die Schule gefragt, zu deren vornehmlichen Bildungs- und Erziehungsaufgaben die Vermittlung sozialer Kompetenzen gehört. Der Bereich Sozialverhalten und Verantwortung ist ein zentrales Anliegen der Mobilitätsbildung in der Sek. II. Appelle und Mahnungen bringen wenig -vielmehr müssen die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen ernst genommen werden. Es geht nicht darum, ihnen den Spaß am Fahren und an der Geschwindigkeit zu nehmen.

 

Folgende Themenschwerpunkte sind möglich:

 

  • Motive und Einstellungen
  • Risikoverhalten und Gefahrenbewusstsein
  • Selbstwahrnehmung und Reflektion
  • Geschlechterspezifische Verhaltens- und Einstellungsunterschiede (Gender)
  • Mitfahrerproblematik und Fahren in Gruppen
  • Fahrpraktische Themen

 

Schülerinnen und Schüler haben oft Fragen: Was bedeutet Führerschein auf Probe? Wie sieht der neue EU-Führerschein aus? Auch "Begleitetes Fahren ab 17" interessiert Jugendliche brennend.

 

Mobilitätsbildung hat es schwer

 

Einen Mangel an Themen gibt es nicht. Dennoch hat Mobilitätsbildung in der Sek. II einen eher schweren Stand. Dies gilt vor allem für die Berufsschulen. Vielfach scheitert sie hier schon aus organisatorischen Gründen. In der gymnasialen Oberstufe sieht es etwas besser aus. Sowohl in einzelnen Fächern als auch im Rahmen fächerübergreifender Projekte lassen sich verkehrsrelevante Themen gewinnbringend erarbeiten.

 

Ausgehend von tagesaktuellen Meldungen aus der Presse oder den Erlebnissen einzelner Schüler ergeben sich umfassende Fragestellungen, die zentrale Bereiche des menschlichen Zusammenlebens und der zukünftigen Entwicklung aufgreifen:

 

  • physikalisch-technische Fragestellungen (Brems- und Anhaltewege, Fliehkräfte, Aquaplaning)
  • verkehrsmedizinische Fragestellungen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
  • psychologische Fragestellungen (Aggressionen, Imponiergehabe, geschlechtsspezifische Unterschiede im Verkehrsverhalten, Einstellung zum Risiko)
  • ökologische Fragestellungen (Schadstoffe, Tempolimit)
  • ökonomische Fragestellungen (Güterverkehr, Transportmittel)
  • rechtliche Fragestellungen (Haftung, Versicherung, Führerschein)
  • philosophische Fragestellungen (Verantwortung, Leben)

 

Ausführlichere Informationen und Unterrichtsanregungen finden Sie unter www.schule-begleitet-fahren.de.

 


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Zur Konkretisierung der Kompetenzen, die Schüler im Bereich Verkehr und Mobilität erlangen sollen, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gemeinsam mit den Vertretern der Bundesländer im Jahre 2004 Standards entwickelt, die alle wichtigen Aspekte von Verkehr und Mobilität umfassen. [mehr...] 

 

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