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Ob an Schulen eine Mofa-Ausbildung stattfinden darf, die als Voraussetzung für die Zulassung zur Mofaprüfung anerkannt wird, war zunächst heftig umstritten. Lehrer haben im Gegensatz zu Fahrlehrern keine spezielle juristische, technische und verkehrspädagogische Ausbildung.

 

Lerngruppe

Ihre allgemein-pädagogische Befähigung und ihre besondere Erfahrung im Umgang mit der Zielgruppe wiegen dies jedoch auf. Außerdem ist in der Schule eine sehr viel umfangreichere, zeitintensivere Ausbildung möglich als in der Fahrschule. Deshalb erschien es angebracht, die Möglichkeit zur Anerkennung der schulischen Ausbildung als Voraussetzung für die Mofaprüfung zu schaffen.

 

In Absatz 3 des § 5 der FeV findet sich diese im deutschen Fahrerlaubnisrecht einzigartige Ausnahmeregelung:

 

"Die zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte oder nach Landesrecht zuständige Stelle kann als Träger der Mofa-Ausbildung öffentliche Schulen oder private Ersatzschulen anerkennen. In diesem Fall hat der Bewerber der prüfenden Stelle eine Ausbildungsbescheinigung einer nach Satz 1 anerkannten Schule vorzulegen, aus der hervorgeht, dass er an einem anerkannten Mofa-Ausbildungskurs in der Schule teilgenommen hat."

 

Von dieser Regelung haben nicht alle Bundesländer Gebrauch gemacht, so dass eine als gleichwertig zur Fahrschulausbildung anerkannte Mofa-Ausbildung in der Schule nicht überall möglich ist.

 

Ausbildungsfahrten im Straßenverkehr dürfen nach Absatz 5 von § 5 FeV nur von Fahrlehrern durchgeführt werden; hiervon gibt es keine Ausnahmeregelung für die schulische Mofa-Ausbildung!

 

Da die Anerkennung von Schulen als Träger der Mofa-Ausbildung Sache der Bundesländer ist, können an dieser Stelle keine allgemeingültigen Aussagen getroffen werden, welche Regelungen jeweils im Einzelnen zu beachten sind.

 

Jeder Mofakursleiter bzw. Schulleiter muss sich daher selbst über die jeweils geltenden Erlasse und Verfahrensweisen seines Bundeslandes informieren, insbesondere hinsichtlich:

 

  • möglicher Organisationsformen im Rahmen der jeweiligen Schulform (z.B. Wahlpflichtunterricht, freiwillige Arbeitsgemeinschaft, Projektunterricht);
  • Möglichkeit und Organisation der fahrpraktischen Ausbildung;
  • Voraussetzungen für die Anerkennung der Mofa-Ausbildung als Ausbildung im Sinne von § 5 FeV (s.o.), insbesondere hinsichtlich der Mindest-Stundenzahl;
  • Möglichkeit zur Durchführung der amtlichen Mofaprüfung in der Schule;
  • eventuell erforderliche Genehmigungsverfahren;
  • erforderliche Lehrerqualifikationen zur Durchführung der Kurse;
  • Beschaffung der notwendigen Ausstattung und der Medien;
  • Unterstützung durch außerschulische Institutionen und Personen

 

(Aus: Mofakurs für die Schule. Lehrerhandbuch. Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht, Bonn 32004, Seite 6 f.)

 


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Die offiziellen Prüfungsfragen zum Mofakurs sind grundsätzlich nur über den TÜV zu beziehen. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall an Ihren örtlichen TÜV oder an den

 

TÜV-Rheinland GmbH

Am Grauen Stein

51105 Köln

Tel.: 0221 / 806 3466 od. 0221 / 806 3207