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Inline-Skates gelten nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 19. März 2002 über die rechtliche Behandlung von Inline-Skatern im Straßenverkehr als "besondere Fortbewegungsmittel". Demnach sind sie wie Fußgänger zu behandeln: sie müssen auf dem Gehweg, Geh- und Radwegen oder in Fußgängerzonen fahren; Radwege sind tabu. Auf Landstraßen ohne Gehweg müssen sie sich am äußersten linken Rand halten.

 

Das Urteil stößt weder bei Skatern noch bei Fußgängern auf Gegenliebe. Rücksichtsvolles Skaten auf dem Gehweg bedeutet Schrittgeschwindigkeit fahren. Zusätzlicher Verdruss entsteht, wenn Radwege vom Belag her für Skater besser geeignet sind als Gehwege. Das niedersächsische Verkehrsministerium hat daher im Juli 2002 eine Bundesratsinitiative gestartet, um geeignete Radwege für Inliner freizugeben.

 

Auch außerorts wirft das Urteil Fragen auf. Bei Straßen ohne Gehweg oder Seitenstreifen soll sich der Skater wie ein Fußgänger am äußersten linken Rand der Fahrbahn halten – ein Geisterfahrer aus Sicht des Gegenverkehrs. Wäre es nicht sicherer, ähnlich den Radfahrern in Fahrtrichtung zu skaten? Auch dazu nimmt die Bundesratsinitiative aus Niedersachsen Stellung. Aufgrund der Geschwindigkeiten, die Skater außerhalb von Ortschaften erreichen, "spielen sie mit ihrem Leben". Im Interesse aller sieht der Vorschlag vor, das Fahren dort generell zu verbieten.

 

Die Diskussion geht weiter. Die Karlsruher Richter mahnten bereits 2002 eine eindeutige gesetzliche Regelung an. Der Bund plant, Inline-Skates in die StVO aufzunehmen. Nach aktuellem Stand (Herbst 2007) sollen in bestimmten Ausnahmen Radwege für Skater freigegeben werden können.

 

Das Urteil des BGH im Wortlaut finden Sie hier.

 


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