Die Zahl der Kinder, die auf dem Schulweg schwer verletzt oder getötet werden, ist seit Jahren rückläufig. Dennoch verunglücken jährlich immer noch zu viele Grundschüler zwischen der elterlichen Wohnung und der Schule: als Fußgänger, Radfahrer und als Mitfahrer im PKW.
Daneben spielen natürlich auch die altersgebundenen Fähigkeiten von Kindern eine Rolle:
- Bei Verkehrssituationen mit Mehrfachanforderungen sind Grundschüler rasch überfordert.
- Kinder sehen und hören anders, schätzen daher viele Situationen falsch ein.
- Sie lassen sich rasch ablenken, reagieren spontan und impulsiv.
- Sie verhalten sich in der Gruppe anders, als wenn sie einen Weg alleine gehen.
Wie gefährlich ist der Schulweg?
Jedes auf dem Schulweg verletzte Kind ist eines zuviel. Allerdings sind Grundschüler nachmittags, beim Spielen oder Radfahren in der Nähe der heimischen Wohnung, wesentlich gefährdeter als auf dem Weg zur Schule.
Beim Spielen sind sie ausgelassener, lassen sich schneller ablenken, geraten im Eifer des Gefechts öfter auf die Fahrbahn, ohne nach links und rechts zu schauen. Auch setzt der abendliche Berufsverkehr ein, auf dem gestresste Erwachsene möglichst rasch nach Hause wollen.