2017 stieg die Zahl der Kinderunfälle im Straßenverkehr gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent leicht an. Erfreulich der weitere Rückgang der tödlich Verunglückten. Dies ergeben die Daten des Statistischen Bundesamtes.

Kinderunfaelle 2017 Statistik Statistisches Bundesamt

Die aktuellen Kinderunfallzahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Angaben für 2017 verzeichnen wieder einen leichten Anstieg der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der verunglückten Kinder im Alter bis 15 Jahren in Deutschland lag bei 29.259; gegenüber 2016 stieg sie um 2,5 Prozent (28.547). Positiv: Im vergangenen Jahr kamen 16 Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben, 5 weniger als im Vorjahr insgesamt (2016 = 81).

Insgesamt gehen die Unfallzahlen stark zurück. 1978 gab es in beiden deutschen Staaten 72.125 verunglückte Kinder, zu Beginn des Jahrtausends waren es jährlich noch über 40.000. Noch stärker der Rückgang der tödlich Verletzten. 1978 verloren 1.449 Kinder ihr Leben im Straßenverkehr, um das Jahr 2000 waren es noch mehr als 200 Jahr für Jahr.


Gut 40 Prozent der Grundschüler verunglücken im Auto

Die Zahlen aus Wiesbaden bestätigen, dass Kinder bis zu ihrer Einschulung am meisten gefährdet sind als Mitfahrer im Auto und Kinder ab 10 Jahren als Radfahrer. Grundschüler verunglückten zu gut 40 Prozent als Mitfahrer im Auto, zu einem knappen Drittel als Fußgänger und zu fast einem Viertel als Radfahrer. Ausführliche Informationen zu den Unfallursachen von Kindern als Radfahrer unter “Die Radfahrausbildung” (Kl. 3/4).


Die digitale Broschüre des Statistischen Bundesamtes informiert umfassend über das Unfallrisiko von Kindern und Jugendlichen.