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Ganztagsschulen sind auf dem Vormarsch. In allen Bundesländern wird das Angebot mit großer Geschwindigkeit und hohem finanziellen Aufwand systematisch ausgebaut. Ganztagsschulen unterscheiden sich von herkömmlichen Schulen dadurch, dass die Schüler an mindestens drei Tagen in der Woche sieben Stunden (oder mehr) in der Schule verbringen. In der Zeit zwischen Vor- und Nachmittag haben die Schüler die Möglichkeit, in der Schule zu Mittag zu essen.

Ganztag: Was ist das?

Mehr als Über-Mittag-Betreuung

Neben dem klassischen Unterricht bieten Ganztagsschulen zusätzliche betreute Angebote am Nachmittag an. Die Palette reicht von Fördermaßnahmen und Hausaufgabenbetreuung über fachbezogene Angebote bis zu fachübergreifenden und freizeitorientierten Projekten, AGs und Kursen. Ziel ist die Verzahnung des Unterrichts mit ergänzenden pädagogischen Angeboten.

Für die Kinder bedeutet dies mehr Zeit zum Lernen und Spielen in der Schule. Sie können das Gelernte vertiefen, engere Freundschaften knüpfen und haben mehr Kontakt zu den Lehrern. Unterschiedlichste Lern- und Freizeitangebote können ausprobiert werden. Dadurch werden die Interessen der Kinder breit gefächert und zusätzliche Erfahrungsräume geschaffen.

Für die Eltern bietet die Ganztagsschule bessere Möglichkeiten, Beruf und Familien zu verbinden, ihre Kinder werden qualitativ hochwertig den ganzen Tag betreut. Auch die Hausaufgaben sind erledigt, wenn die Kinder abgeholt werden. Zudem werden in vielen Ganztagsschulen bessere Fördermöglichkeiten angeboten.

3 x Ganztag

Drei Organisationsformen von Ganztag werden unterschieden:

  • Offene Ganztagsschulen: Sie ermöglichen den Aufenthalt in der Schule an mindestens drei Wochentagen von täglich mindestens sieben Stunden. Die Teilnahme an Ganztagsangeboten ist freiwillig und muss von den Eltern für mindestens ein Schulhalbjahr erklärt werden.
  • Voll gebundene Ganztagsschulen: Alle Schüler sind verpflichtet, an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden an Ganztagsangeboten teilzunehmen.
  • Teilweise gebundene Ganztagsschulen: Bei diesem Modell verpflichtet sich ein Teil der Schüler, an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden an den Angeboten teilzunehmen.

Je "gebundener" die Ganztagsform ist, desto flexibler ist die Schule, Unterricht, Bildungs- und Freizeitangebote gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Im offenen Ganztag findet der Unterricht am Vormittag statt. Nachmittags teilen sich die Schüler auf. Einige gehen nach Hause, die Ganztagsschüler nehmen am Mittagessen und den außerunterrichtlichen Angeboten teil.

Ein breit gefächertes Angebot

Das Angebot lässt sich in folgende Bereiche aufteilen:

  • lernunterstützende Angebote: Hausaufgabenhilfe, Förderunterricht
  • fachliche Angebote: hauptsächlich zu den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften, Deutsch, Fremdsprachen sowie Angebote im sportlichen oder musisch-künstlerischen Bereich.
  • nicht-fachliche Angebote: handwerkliche oder technische Kurse, Formen sozialen Lernens, Projekte und Freizeitangebote.

Am häufigsten werden Freizeitangebote und AGs wahrgenommen.

Zwei Drittel aller Ganztagsschulen arbeiten mit externen Kooperationspartnern zusammen. Dies sind vor allem Sportvereine, Kinder- und Jugendhilfe, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Vereine. Angesichts der starken Expansion von Ganztagsschulen bieten sich aktuell zahlreiche Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern.

Entwicklung von Ganztagsschulen in Deutschland

Dass die Ganztagsschulen auf dem Vormarsch sind, zeigt beispielhaft die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). Zurzeit existieren laut dieser Studie etwa 6.400 Ganztagsschulen in Deutschland. Die meisten in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Berlin. Durch das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) des Bundes steigt die Zahl der Schulen mit Ganztagsangeboten stetig. Ebenfalls kontinuierlich erweitert werden die Angebote. Mehr als 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschule nutzen das Angebot - unabhängig von sozialer Herkunft und Migrationshintergrund.


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