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Die Wege der Kinder mit dem Rad nehmen bereits zum Ende der Grundschulzeit zu. Nach der Radfahrausbildung und dem Schulwechsel steigen sie sprunghaft an. Ob Freizeit oder Schulweg: das Rad ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Mit zunehmendem Fahren steigen leider auch die Risiken. 2010 waren laut Statistischem Bundesamt fast die Hälfte aller im Verkehr verunglückten Kinder zwischen 10 und unter 15 Jahren mit dem Rad unterwegs (46 %).

 

Den 1.912 verunglückten Kindern als Radfahrer in der Altersgruppe der 6-bis unter 10-Jährigen standen 7.178 Unfallopfer bei den 10- bis unter 15-Jährigen gegenüber. Mit 15, 16 Jahren geht die Zahl der Unfälle wieder leicht zurück, nicht zuletzt, weil das Rad als Verkehrsmittel bei älteren Jugendlichen etwas an Bedeutung verliert. Etliche Jugendliche steigen auf motorisierte Zweiräder um.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt 2011
Unfälle Rad fahrender Kinder und Jugendlicher 2010

Das hohe Unfallrisiko geht teilweise auf noch vorhandene entwicklungsbedingte Defizite der Heranwachsenden zurück. Auch sind sie nun öfter unterwegs und legen längere Strecken zurück. Hauptunfallursache ist jedoch das altersbedingte Risikoverhalten der jungen Radler. Vielen dient das Fahrrad als Statussymbol. Je riskanter man fährt, umso mehr wird man im Freundeskreis bewundert. Helmtragen ist verpönt.

 

Jungen gefährdeter als Mädchen

 

Am Beispiel Radfahren lässt sich auch die Genderproblematik aufzeigen, der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Gut zwei Drittel der Unfallopfer sind Jungen. Sie sind meist öfter und länger unterwegs, verfügen über leistungsfähigere und schnellere Räder als Mädchen, fahren aggressiver und tasten sich eher an ihre Grenzen heran. Aber auch die Einstellungen zum Radfahren divergieren. Mädchen betonen stärker die Umweltfreundlichkeit des Fahrrades, Jungen haben vor allem Spaß an der Geschwindigkeit.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt 2011
Fahrradunfällen von Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre in 2010

Jungen sind generell unfallgefährdeter, nicht nur als Radfahrer. Sie sind von klein an signifikant öfter in Unfälle verwickelt, bereits als Fußgänger, später auch mit motorisierten Fahrzeugen. Einzige Ausnahmen: Weibliche Heranwachsende verunglücken öfter als Pkw-Mitfahrer - hier allerdings haben sie so gut wie keinen Einfluss auf das Geschehen.

 


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Statistisches Bundesamt