Das hohe Unfallrisiko geht teilweise auf noch vorhandene entwicklungsbedingte Defizite der Heranwachsenden zurück. Auch sind sie nun öfter unterwegs und legen längere Strecken zurück. Hauptunfallursache ist jedoch das altersbedingte Risikoverhalten der jungen Radler. Vielen dient das Fahrrad als Statussymbol. Je riskanter man fährt, umso mehr wird man im Freundeskreis bewundert. Helmtragen ist verpönt.
Jungen gefährdeter als Mädchen
Am Beispiel Radfahren lässt sich auch die Genderproblematik aufzeigen, der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Gut zwei Drittel der Unfallopfer sind Jungen. Sie sind meist öfter und länger unterwegs, verfügen über leistungsfähigere und schnellere Räder als Mädchen, fahren aggressiver und tasten sich eher an ihre Grenzen heran. Aber auch die Einstellungen zum Radfahren divergieren. Mädchen betonen stärker die Umweltfreundlichkeit des Fahrrades, Jungen haben vor allem Spaß an der Geschwindigkeit.