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Kinder wollen Fahrräder mit vielen Extras, ganz im Trend der neuesten Mode. Es gibt allerdings auch objektiv wichtige Kriterien, wenn ein Kinderfahrrad gekauft wird.

 

Kauf eines Jugendrads mit Beratung

Sicherheitstipps zum Fahrradkauf und zur Fahrradtechnik

 

Folgende Hinweise sollten bei der Anschaffung eines Fahrrades für ein Kind im Grundschulalter beachtet werden:


Größe des Rades:

  • Die richtige Größe eines Fahrrades ist eine wichtige Voraussetzung für sicheres Fahren
  • Das Kind muss mit beiden Fußspitzen gleichzeitig den Boden erreichen können, wenn es auf dem Sattel sitzt.

Reifen:

  • Dicke Reifen sind robuster als dünne Rennradreifen, für den Alltag deshalb eher geeignet.

Lenker:

  • Für kleinere Kinder sollte der Lenker mindestens in gleicher Höhe wie der Sattel montiert sein, besser etwas höher, damit das Kind auf dem Rad möglichst aufrecht sitzt. So kann es sich erheblich leichter umschauen, vor dem Abbiegen oder beim Verlassen des Radweges besser absichern.
  • Räder mit Rennlenkern sind daher für Kinder im Grundschulalter ungeeignet.

Vorsicht bei Billigrädern:

  • Billigräder kommen manchmal teuer zu stehen. Oft merkt man schon bei der Montage, dass nicht alle Teile richtig funktionieren. Beispiele:
    - Lassen sich die Gänge leicht schalten?
    - Sind die Speichen fest?
    - Funktionieren die Bremsen?
    - Laufen die Räder und das Tretlager einwandfrei?
  • Bei Billigrädern, die ohne Beleuchtungsanlage verkauft werden, ist eine Nachrüstung oft nicht möglich. Das Rad darf auf öffentlichen Straßen dann nicht benutzt werden.
  • Fragen Sie vor dem Kauf jemanden, der etwas von Rädern versteht, am besten einen Fachhändler.

Bremsanlage:

  • Rücktrittbremsen sind nahezu wartungsfrei, funktionieren immer gleich gut - auch bei Nässe - und sind kaum stör- oder beschädigungsanfällig. Mit einer Rücktrittbremse kann man sicher bremsen und gleichzeitig Handzeichen geben.
  • Felgenbremsen bereiten bei Nässe manchmal Probleme. Das kann teilweise durch die Montage spezieller Bremsklötze ausgeglichen werden. Allerdings müssen für die unterschiedlichen Materialien der Radfelge die richtigen Bremsklötze montiert sein. Das gilt besonders für minderwertige Chromfelgen.
  • Cantilever-Bremsen sind den einfachen Zangen- oder Scherenfelgenbremsen aufgrund ihrer aufwendigeren Konstruktion deutlich überlegen.
  • Gute Handbremshebel sind so geformt, dass sie von Kinderhand schnell und sicher zu umgreifen sind. Sie müssen fast parallel zum Lenkergriff stehen. Der Hebelweg ist kurz, und der Handgriff hat bei voller Bremswirkung noch 2 cm Abstand vom Griff. Das Griffende ist verdickt und abgerundet, damit sich das Kind im Falle eines Sturzes nicht verletzt.

Antrieb und Schaltung:

Auch wenn sie trendy sind und jedes Kind gerne eines fahren möchte, eignen sich Mountainbikes mit 21 Gängen nicht für Grundschulkinder:

  • Nur ein Teil der Gänge ist für Kinder überhaupt praktisch nutzbar.
  • Bei billigen Mountainbikes ist die Schaltung selten so einzustellen, dass alle Gänge sauber synchron laufen.
  • Die Nabe der Kettenschaltung hat keine Rücktrittbremse, was für Fahranfänger nachteilig ist. Handzeichen geben und gleichzeitig bremsen wird schwieriger.
  • Um die gewünschte Übersetzung zu erreichen, müssen die Kinder ihre Aufmerksamkeit auf den Schaltvorgang richten, werden vom Geschehen auf der Straße abgelenkt.
  • Die Schaltung muss während des Tretens vorgenommen werden.


Vorzuziehen sind Fahrräder mit Nabenschaltung:

  • Moderne 7-Gang Nabenschaltungen sind verschleißarm, wasserdicht, verschmutzungssicher, dauergefettet gekapselt und daher wartungsfrei.
  • Sie ist kaum störanfällig.
  • Sie können im Stillstand geschaltet werden. Die neue Übersetzung steht sofort bereit.

Sehen und Sichtbarkeit im Dunkeln

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) schreibt folgende Teile vor, die dem besseren Sehen und Gesehenwerden dienen. Ohne sie darf das Fahrrad im öffentlichen Straßenverkehr nicht benutzt werden:

  • Scheinwerfer
  • Schlussleuchte
  • Dynamo
  • Frontrückstrahler
  • Rückstrahler
  • Tretstrahler
  • Großflächenrückstrahler
  • Speichenreflektoren oder Leuchtstreifen


Nach der StVZO muss die Beleuchtungsanlage auch tagsüber funktionieren, alle Rückstrahler müssen immer vollständig vorhanden sein.

 

Die Beleuchtungsanlage ist besonders störanfällig: Kabelverbindungen reißen leicht, Glühbirnen brennen durch oder der Dynamo läuft schwer oder funktioniert nicht. Deshalb sind die beiden Speichenrückstrahler pro Rad sowie der vordere weiße und der hintere rote Rückstrahler besonders wichtig. Sie gewährleisten ein Minimum an Sichtbarkeit, auch bei ausgefallener Beleuchtungsanlage und Radstillstand.

 

Alle Beleuchtungs- und Rückstrahleinrichtungen müssen ein amtliches Prüfzeichen tragen.

 

Die Qual der Wahl

Das große Angebot an Kinderrädern macht die richtige Wahl nicht leicht. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass das Rad kindgerecht ist. Gute Räder sind leider selten preiswert zu haben. Viele Schulen führen aus diesem Grunde manchmal einen Second-Hand-Flohmarkt für gebrauchte Kinderräder durch.

 

 


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Tests Räder

Vernichtende Urteile über Kinderfahrräder. Sicher und robust sollten sie sein. Tests der Stiftung-Warentest ergaben das Gegenteil. Fazit: Viel Schrott für die Kleinen. Aggressiv zupackende Bremsen, schlampige Lichtanlagen, schlechte Sicherheitsausstattung, instabile Gepäckträger und Rahmenrisse - die Mängelliste ist lang. [mehr...]