1. Die Lebenswelt unserer Kinder hat sich verändert. Mädchen und Jungen wachsen heute in einer bewegungsarmen Welt auf, in der durch Computerspiele, Fernsehen und den Straßenverkehr Bewegungsräume beschnitten werden.
2. Die Lebensumstände der Kinder haben sich verändert. Heute sind „1-Kind-Familien“ sowie Familien mit einem allein erziehenden Elternteil zum Normalfall geworden. Das Durchschnittsalter, in dem Eltern ihr erstes Kind bekommen, hat sich nach hinten verlagert.
3. Dadurch haben sich Erziehungsziele und -stile verändert. Kinder wachsen häufiger gemeinsam mit Erwachsenen und weniger zusammen mit Gleichaltrigen auf, ihre kindlichen Frei- und Bewegungsräume werden oft gerade aus Sorge um die Sicherheit eingeschränkt.
4. Stärkere Individualisierung und auch schon in jungen Jahren spürbarer stärkerer „Konkurrenzdruck“ haben oft eine einseitige geistig-intellektuelle Förderung zur Folge. Die Notwendigkeit von Bewegungsförderung wird seltener gesehen, auch wenn die Diskussionen in den letzten Jahren und Monaten das Thema wieder mehr ins öffentliche Interesse gerückt haben.
5. Kids leben heute schon stark nach einem Zeitplan und haben einen „Terminkalender“. Freiräume - auch zeitliche - für ungezielte Bewegungsspiele sind seltener geworden.