Rangeleien und Raufereien
Ein Fünftel aller Busunfälle ist auf Rangeleien und Raufereien zurückzuführen. Jungen waren dabei mit 64,1 % überrepräsentativ beteiligt. Mehr als die Hälfte (56,8 %) der raufereibedingten Unfälle im Zusammenhang mit der Schulbusbeförderung entfielen auf die Altersgruppe der 11- bis 14-Jährigen. Die meisten raufereibedingten Schulbusunfälle ereigneten sich beim Aufenthalt im Bus (29,6 %) und beim Warten an der Haltestelle (19,7 %). Die Studie zeigt zudem, dass das Aggressionspotenzial nach dem Unterricht deutlich erhöht ist: Mehr als 70 % der raufereibedingten Schulbusunfälle ereigneten sich auf der Heimfahrt.
Bei den tödlichen Schulbusunfällen wurde der Zeitraum von 1996 bis 2005 untersucht, um eine aussagefähige Datenbasis zu haben. In dieser Zeit ereigneten sich 40 tödliche Schulbusunfälle, davon 27 (67,5 %) beim Überqueren der Fahrbahn. Hier sind es die Jüngsten, nämlich die 6- bis 8-Jährigen, die am häufigsten (59,2 %) betroffen sind. Der zeitliche Gefahrenschwerpunkt liegt mit 70 % der tödlichen Unfälle nach dem Unterricht, zumeist zwischen 13:00 und 14:00 Uhr (32,5 %).