SHOP / KONTAKT / SITEMAP / LINKS / IMPRESSUM
StartseiteAktuellKindergartenSicher zur SchuleGrundschuleLehrerhandbuchRadschulweg 5./6. Kl.SekundarstufeGanztagVerkehrswachtenWir & unsere PartnerKontakt

Shop

Im Folgenden ein paar organisatorische und methodische Hinweise zur Planung und Durchführung des Kurses "Auf Rollen und Rädern".

Übungen für das Gleichgewicht
  • Die Übungen lassen sich im Schulalltag sowohl von Lehrkräften als auch von pädagogischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Bereich des Offenen Ganztags umsetzen.
  • Motorikförderung ist zu jeder Zeit sinnvoll. Der Zeitraum von Frühjahr bis Herbst empfiehlt sich besonders, da die Kinder in dieser Zeit überwiegend mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen.
  • Alle Übungen müssen auf dem Schulgelände trainiert werden. Sie dürfen nicht im Straßenverkehr durchgeführt werden!
  • Bei schlechtem Wetter lassen sich manche Übungen auch in einer Sporthalle ausführen, bevorzugt sollten sie aber draußen stattfinden.
  • Teilweise lassen sich die Übungen direkt übernehmen, teilweise müssen sie den Gegebenheiten auf dem Schulgelände ein wenig angepasst werden.
  • Die ersten zwei Einheiten dienen dazu, die Kinder an den Umgang mit den Geräten in einem bestimmten Umfeld zu gewöhnen und sie mit Regeln und Sicherheitsbestimmungen vertraut zu machen.
  • Die Kursleiter sollten diese Zeit nutzen, um sich über die Fähigkeiten der einzelnen Kinder zu informieren. Es empfiehlt sich, dazu Notizen zu machen. Auf dieser Grundlage ist eine individuelle Hilfe bei den weiteren Übungen zu gewährleisten.
  • Bei allen Einheiten sollte gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme thematisiert und bei Gelingen positiv hervorgehoben werden.
  • Ebenso ist das Thema Sicherheit nicht abstrakt zu behandeln. Es muss gelebt werden! So darf beim Rad fahren niemals der Helm auf dem Kopf fehlen.

Bewegen, Bewegen, Bewegen

  • Nutzen Sie die Zeit! Jedes Kind sollte immer in Bewegung sein! Schlange stehen und längeres Warten ohne Auftrag darf es nicht geben! Ein Auftrag kann z.B. sein, bei Partnerübungen den anderen zu beobachten und ihm eine Rückmeldung zu geben.
  • Bei intensivem Training an einer Station bietet es sich an, parallele Übungen durchzuführen. So fährt eine Gruppe von 4 bis 6 Kindern Slalom an einer Strecke, die anderen bewegen sich während der Zeit frei mit anderen Rollgeräten.
  • Manchmal muss man eine Übung vormachen oder durch ein Kind den Ablauf zeigen lassen, den die Kinder anschließend nachmachen sollen.
  • Es sollte auch Freiräume geben, in denen die Kinder sich selbst Übungen ausdenken und sie durchführen.

Mit Wiederholungen und Variationen zum Erfolg

  • Um die gewünschten Erfolge zu erzielen, dürfen die Einheiten nicht nur einmal durchgeführt werden. Um die Übungen interessant und abwechslungsreich zu gestalten, sollte bei Wiederholungen die Reihenfolge gemischt werden oder die Übung durch den Gebrauch anderer Materialien verändert werden.
  • Wiederholungen sind besonders wichtig, da die Kinder sehr unterschiedliche Voraussetzungen in Bezug auf Wahrnehmung und Motorik haben. Erst durch mehrfache Wiederholungen setzt ein Trainingserfolg ein. Der Kursleiter muss besonders zu Beginn der Einheiten darauf achten, welche Übungen einem Kind leicht fallen und wo es Schwierigkeiten hat. Auch hier gilt, das Kind dort abzuholen, wo es steht.
  • Bevor bei einer Übung ein neuer Schwierigkeitsgrad eingeführt wird, muss das Kind diese beherrschen. Ein Kind, das beim Fahren mit dem Rad noch keine Spur halten kann, sollte nicht einhändig fahren, sondern das Spur fahren mit beiden Händen am Lenker so lange trainieren, bis es sicher ist. Ein anderes Kind kann währenddessen bereits weitere Schwierigkeiten bewältigen, indem es die Spur einhändig durchfährt, mit der anderen Hand griffbereit vor dem Lenker, auf dem Rücken oder auf dem Kopf.
  • So erlangt das motorisch schwächere Kind durch mehrfache Wiederholung Sicherheit, während das motorisch stärkere Kind durch Modifikationen der Übung weiterhin Spaß hat.

Rückmeldung

  • Eine Rückmeldung an die Kinder rundet die Einheit ab. Sie kann sowohl von anderen Kindern als auch von der Kursleitung gegeben werden.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Kindern Selbsteinschätzungsbögen zu geben und diese Einschätzungen mit den Meinungen der anderen zu vergleichen.
  • Im Vordergrund steht aber bei jeder Einheit die Bewegung! Erst an zweiter Stelle folgt die Reflexion.

Realistisch bleiben

Es ist illusorisch zu glauben, dass am Ende eines solchen Trainings alle Kinder dieselben Ziele erreicht haben. Der Kurs ist dann ein Erfolg, wenn sich jedes Kind entsprechend seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten weiterentwickelt hat.


Druckversion