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Um die Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg steht es nicht zum Besten. Dies haben Geschwindigkeitsmessungen des ADAC vor 25 Schulen in zehn Bundesländern ergeben. Dabei wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 von mehr als 60 Prozent der Autofahrer überschritten. Insgesamt wurden 43 828 Fahrzeuge gemessen, 26 329 davon waren zu schnell unterwegs. Der Rekordwert von 96 km/h wurde vor einer Grundschule in Hamburg festgestellt.

Raserei vor Schulen
Quelle: ADAC

Die Tempo-Checks wurden auf verschiedene Weise im Frühjahr 2010 durchgeführt. Der ADAC ermittelte die Geschwindigkeiten durch verdeckte Messungen. Darüber hinaus wurde gemeinsam mit der Polizei und unter Beteiligung von Schulkindern die Fahrgeschwindigkeiten überprüft. Zudem flossen kommunale Messdaten in die Ergebnisse ein.

Um der alltäglichen Raserei vor Schulen entgegenzuwirken sind regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen vor Schulen sinnvoll. Darüber hinaus sollte die Polizei ihre wichtige Präventions- und Aufklärungsarbeit im Umfeld von Schulen fortführen und ausbauen.

Eine Verbesserung der Verkehrssicherheit kann auch durch bauliche Veränderungen an den Straßen – so genannte Tempobremsen – erreicht werden. Auch elektronische Geschwindigkeitsdisplays, die dem Autofahrer das aktuelle Tempo anzeigen, können die Verkehrssicherheit erhöhen.

Gefordert sind nicht zuletzt die Autofahrer, sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit vor Schulen zu halten. Jeder sollte sich klar sein: der Anhalteweg bei 30 km/h beträgt schon auf trockener Straße 13 Meter. Bereits bei einer Überschreitung von 10 km/h erhöht er sich auf 20 Meter, bei 50 km/h verdoppelt er sich auf 26 Meter.

  


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