Vorbereitung im 1. und 2. Schuljahr
Zu Beginn werden vor allem propädeutische Angebote zur psychomotorischen Förderung umgesetzt. So werden wesentliche Grundlagen für das Erlernen des Radfahrens gelegt. Kinder können zwar in der Regel vor dem Schuleintritt "Rad fahren", sind aber kaum in der Lage, das Fahrzeug zu beherrschen, wenn mehrere Anforderungen gleichzeitig auf sie zukommen. Nur nach und nach erwerben sie die für eine sichere Verkehrsteilnahme notwendigen Kompetenzen. Generell gilt: Erst mit 8 Jahren entwickeln Kinder die Fähigkeit zum "richtigen" Radfahren. Vorher können sie z.B. beim Radeln nur in Fahrtrichtung blicken.
Die Übungen auf dem Schulhof oder in der Turnhalle sollten systematisch aufgebaut sein und von einfachen Formen des Umgangs mit dem Gerät zu komplexen Handlungen führen, bei denen psychische, motorische und soziale Anforderungen gleichzeitig zu bewältigen sind, beispielsweise Spurhalten, mit einer Hand fahren, sich umsehen, das Signal eines anderen Radfahrers richtig wahrnehmen und angemessen darauf reagieren.
Rollerfahren ist eine ideale Vorübung, um den Gleichgewichtssinn der Schüler zu trainieren. Im Anschluss daran wird der Umgang mit dem Rad selbst erlernt. Wenn Lehrerinnen die Übungen noch in interessante Geschichten verpacken, macht es doppelt Spaß.