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Mit dem Wechsel auf eine weiterführende Schule verändert sich das Leben der meisten Kinder von einem auf den anderen Tag. Für die Mädchen und Jungen heißt dies neue schulische Herausforderungen, neue Freunde, neue Freizeitgewohnheiten - und neue Wege.

 

Mit dem Rad zur Schule

Eltern kümmern sich zwar intensiv darum, dass ihr Kind auf die "richtige" Schule wechselt. Wie es aber die neuen Wege dorthin sicher zurücklegen soll, darüber machen sie sich weniger Gedanken. Der Schulweg hat nicht mehr die Bedeutung, die ihm in der Grundschule zugemessen wird, da sich die Kinder nach Überzeugung ihrer Eltern wesentlich besser im Verkehr zurechtfinden.

 

Auch im Nachmittagsbereich sind die Heranwachsenden nun deutlich mehr unterwegs - zunehmend auch in Stadtteilen oder Gegenden, die sie nicht kennen. Das Rad ist in dieser Altersgruppe das unbestrittene Verkehrsmittel Nr. 1.

 

Sind Kinder nach der Radfahrprüfung und dem Schulwechsel aber tatsächlich fit für den Straßenverkehr? In vieler Hinsicht trifft das zu. Zahlreiche, für eine sichere Verkehrsteilnahme notwendige Kompetenzen sind nun einigermaßen ausgebildet, etwa das Erkennen fremder Handlungsabsichten, die gedankliche Vorwegnahme von Geschehensabläufen, das Erfassen komplexer Situationen oder die bessere Einschätzung von Entfernungen und Geschwindigkeiten.

 

Realistisch bleiben

 

Sind Kinder damit aber auch weniger gefährdet? Leider nein! Einmal sollte man ihre Möglichkeiten nüchtern einschätzen. Eltern neigen dazu, ihre Kinder gerade als Radfahrer zu überschätzen. Aus ihren Beobachtungen bei gemeinsamen Fahrten leiten sie Einschätzungen ab, die von Wunschdenken geprägt sind. Auch nach dem Schulwechsel haben Kinder im Verkehr noch Schwierigkeiten.

 

Jugendspezifische Verhaltensweisen

 

Zudem bringt der neue Lebensabschnitt neue "problematische" Verhaltensweisen mit sich. Mit der Pubertät kommt es zu einer erhöhten Risikobereitschaft. Viele Kinder sind sorglos und überschätzen ihre Fähigkeiten. Regeln werden oft absichtlich übertreten. In gleicher Weise, wie die Risikobereitschaft zunimmt - vor allem bei Jungen -, sinkt das Sicherheitsdenken. So verzichten viele Jugendliche auf das Tragen eines Radhelms oder ziehen eine kürzere, aber gefährlichere Strecke mit dem Fahrrad einem sicheren Umweg vor. Mutproben und "sich-in-Szene-setzen" gehören für viele Heranwachsende dazu.

 

Man kann also keineswegs Entwarnung geben, was die Gefahren im Straßenverkehr betrifft. Im Gegenteil. Die Unfallhäufigkeit steigt sogar deutlich an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes standen im Jahre 2010 7.904 verunglückte Kinder in der Altersgruppe der 6-bis unter 10-Jährigen 15.511 Unfallopfern bei den 10- bis unter 15-Jährigen gegenüber.

 


(In Anlehnung an: GDV: Neue Schule - neue Wege. Informationen zur Schulwegsicherung für Eltern, Schulen und Behörden. Sabine Degener, Michael Heß, Klaus Schuh, Berlin 2006, S. 10)


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