Jugendspezifische Verhaltensweisen
Zudem bringt der neue Lebensabschnitt neue "problematische" Verhaltensweisen mit sich. Mit der Pubertät kommt es zu einer erhöhten Risikobereitschaft. Viele Kinder sind sorglos und überschätzen ihre Fähigkeiten. Regeln werden oft absichtlich übertreten. In gleicher Weise, wie die Risikobereitschaft zunimmt - vor allem bei Jungen -, sinkt das Sicherheitsdenken. So verzichten viele Jugendliche auf das Tragen eines Radhelms oder ziehen eine kürzere, aber gefährlichere Strecke mit dem Fahrrad einem sicheren Umweg vor. Mutproben und "sich-in-Szene-setzen" gehören für viele Heranwachsende dazu.
Man kann also keineswegs Entwarnung geben, was die Gefahren im Straßenverkehr betrifft. Im Gegenteil. Die Unfallhäufigkeit steigt sogar deutlich an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes standen im Jahre 2010 7.904 verunglückte Kinder in der Altersgruppe der 6-bis unter 10-Jährigen 15.511 Unfallopfern bei den 10- bis unter 15-Jährigen gegenüber.
(In Anlehnung an: GDV: Neue Schule - neue Wege. Informationen zur Schulwegsicherung für Eltern, Schulen und Behörden. Sabine Degener, Michael Heß, Klaus Schuh, Berlin 2006, S. 10)