Die Welt, in der Kinder aufwachsen, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert - mit fatalen Folgen für ihr Spielverhalten. Spielplätze sind immer schwerer erreichbar, der Straßenverkehr ist oft ein zu großes Hindernis. Immer mehr Eltern verbieten ihren Kindern aus Angst vor Unfällen auf der Straße zu spielen. Das "technisierte Kinderzimmer" mit Computerspielen und Fernsehen gaukelt vielfältige Möglichkeiten zum Erkunden und Entdecken der Welt vor, wo Kids in Wirklichkeit nur Knöpfe drücken müssen. Spielen findet so häufig nur noch im Sitzen statt.
Der Bewegungsmangel hat nicht nur gesundheitliche Folgen. Er führt auch dazu, dass Kinder sehr viel stärker unfallgefährdet sind: in der Freizeit wie im Straßenverkehr. Die Deutsche Verkehrswacht hat das Problem erkannt und die Aktion "move it" entwickelt, um mit vielfältigen Spielanregungen die Bewegungssicherheit von Kindern gezielt zu fördern.
Ob im Kindergarten oder zu Hause: Die Bewegungsspiele aus dem "move it"-Programm tragen nicht nur zur Motorikförderung bei, sondern wirken sich auch positiv auf sozialen Zusammenhalt, emotionale Entwicklung und Konzentrationsfähigkeit aus. Gerade ungeübte Kinder profitieren davon am meisten. Dies haben Experten in mehreren Untersuchungen an Kindergärten und Grundschulen nachgewiesen. Auch die unfallverhütende Wirksamkeit der Spiele wurde festgestellt.
Eine optimale Förderung basiert auf regelmäßigen, angeleiteten Bewegungsangeboten. Diese werden am besten als kurze und spielerische Phasen in den Tagesablauf integriert. Eine kontinuierliche, wöchentliche Bewegungszeit von 75 Minuten (zusätzlich zu den Sportangeboten) führt bereits zu eindeutigen Verbesserungen.