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Für viele junge Menschen beginnt der Einstieg in die motorisierte Verkehrsteilnahme auf zwei Rädern. Entweder mit 15 auf dem Mofa oder mit 16 auf einem Moped oder Roller. Manche Zweiradfahrer bleiben auch später diesem Hobby treu - oft ein Leben lang.

 

Motorrad fahren

Motorradfahren ist für Biker weit mehr als Verkehrsteilnahme, ist Ausdruck eines Lebensgefühls und einer Einstellung: Auf zwei Rädern der Freiheit entgegen. Zurzeit sind in Deutschland mehr als 3,9 Mio. Motorräder inklusive Leichtkrafträder unterwegs. Zählt man Mofas und kleine Roller hinzu, sind es über 5,7 Mio. motorisierte Zweiräder.

 

Fahrvergnügen mit Risiko?

 

Ungefährlich ist der Fahrspaß nicht. Das Risiko eines schweren Verkehrsunfalls liegt deutlich höher als bei allen anderen Arten der Verkehrsteilnahme. Der Trend weist aber auch hier in die richtige Richtung. Obwohl die Zahl der zugelassenen Zweiräder weiter zunimmt, sinken längerfristig die Unfallzahlen.

 

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Aufklärung sowie Motorradsicherheitstrainings tragen ebenso dazu bei wie das steigende Durchschnittsalter der Fahrer schwerer Maschinen - es liegt inzwischen bei über 40. In diesem Alter verfügen Fahrer bereits über viel Erfahrung und zeichnen sich gegenüber jugendlichen Anfängern durch ein höheres Sicherheitsbewusstsein aus. Dennoch besteht kein Grund zur Entwarnung: Zweiradfahren ist und bleibt mit einem recht hohen Risiko verbunden.

 

Männer & Frauen

 

Eine reine Männerdomäne ist die Bikerwelt schon lange nicht mehr. In den letzten Jahren hat die Zahl der Bikerinnen deutlich zugenommen, knapp 14 % aller Motorräder sind auf Frauen zugelassen. Frauen fahren insgesamt eher kleinere Maschinen und sind weniger oft mit dem Motorrad unterwegs als Männer. Ihr Fahrstil ist meist entspannter und defensiver als der von männlichen Bikern. Sie verursachen weniger Unfälle als Männer, auch ist die Unfallschwere geringer. Anders als Fahrer, die meist gleich selbst gefahren sind, haben fast 70 % aller Frauen ihre ersten Motorraderfahrungen als Mitfahrerin gemacht.

 

Zwei Räder reagieren anders als vier

 

Leichtkrafträder sind nicht nur für Fahranfänger attraktiv, auch erfahrene Autofahrer gönnen sich gern mal einen Ausflug auf einem schnittigen Zweirad. Die notwendig Fahrerlaubnis ist vorhanden: Wer vor dem 1. April 1980 den damaligen Pkw-Führerschein Klasse 3 gemacht hat, kann Maschinen bis 125 cm3 und 11 kW fahren. Generell berechtigt der Besitz der Klasse 3 bzw. Klasse B zum Führen aller Fahrzeuge, die mit Klasse M gefahren werden können. Auch routinierte Verkehrsteilnehmer sollten bedenken, dass ihre Erfahrungen nur bedingt übertragbar sind, denn das Fahrverhalten eines Zweirads unterscheidet sich ziemlich von dem eines Pkw.

 

Es bedarf erst einer Eingewöhnungszeit, um ein Gefühl für das Fahrzeug zu entwickeln. Gleichgewichthalten und das Stabilisieren des Fahrzeugs müssen ebenso erlernt werden wie Kurvenfahren oder Bremsen. Auch lauern auf Zweiradfahrer mehr Gefahren als auf Pkw-Lenker. Die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche hat auf zwei Räder mehr Auswirkungen als auf vier. Zudem werden Motorräder häufiger übersehen als Pkws.

 


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