In den ersten anderthalb bis zwei Jahren stehen Fortbewegung und Greifen im Mittelpunkt der Entwicklung. In der Folgezeit werden diese Fähigkeiten schrittweise weiterentwickelt, differenziert und miteinander kombiniert.
Aus Laufen wird Rennen, Balancieren, Springen oder Hüpfen. Ein Kind lernt, gezielt zu greifen und seine Bewegungen zu koordinieren, es beginnt, sich an- und auszuziehen, bewusst zu fangen und zu werfen. Je komplizierter eine Bewegung ist, umso länger dauert es, bis ein Kind sie beherrscht. Dreijährige etwa können noch keine Schuhe binden.
In den ersten Lebensjahren besteht ein sehr enger Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Bewegungsfähigkeit von Kindern und ihrer Intelligenz. Auch wenn dieser unmittelbare Zusammenhang im Lauf der Zeit abnimmt und nicht mehr die zentrale Rolle spielt wie im Kleinkindalter, so ist der Schritt hin zum rein rationalen Lernen und Verstehen noch weit.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Kinder, die bereits im Vorschulalter eine hohe Bewegungskompetenz besitzen, auch einen höheren Intelligenzquotienten aufweisen als Kinder mit geringeren motorischen Fähigkeiten. Das Bonmot "Toben macht schlau" trifft ins Schwarze. Bewegungssichere Kinder haben es auch leichter im Verkehr.