Die zentrale Bedeutung emotionaler Aspekte des Fahrens für Jugendliche muss in die Verkehrserziehung Eingang finden. Erst durch eine Verbindung von sozialem, kognitivem und affektivem Lernen kann den Schülern bei der Lösung ihrer Fragen und Probleme geholfen werden.
Im Rahmen dieser Zielsetzung kommt unterschiedlichen nichtkognitiven Aspekten eine wesentliche Bedeutung zu, u.a. dem sensiblen Erkennen komplexer Situationen, der Flexibilität des Verhaltens, der wechselseitigen Kooperation, dem Abbau von Rechthaberei und Schuldzuweisungstendenzen, der Distanzierung von egoistischen Durchsetzungsansprüchen, dem Aufbau von Verständnis, Toleranz und Fairness, sowie der Fähigkeit zur aktiven Mitgestaltung der Lebens- und Verkehrsverhältnisse. Es ist daher wichtig, nicht nur Kenntnisse zu vermitteln, sondern überhaupt intellektuelle Neugier zu wecken und ein beziehungsreiches Klima wechselseitiger Begegnung und ein grundlegendes beiderseitiges Vertrauen zu schaffen sowie das bei Jugendlichen gegenüber Lehrern häufig bestehende Misstrauen zu überwinden.