SHOP / KONTAKT / SITEMAP / LINKS / IMPRESSUM
VMS topnavi
Startseite AktuellKindergartenSicher zur SchuleGrundschuleLehrerhandbuchRadschulweg 5./6. Kl.SekundarstufeGanztagVerkehrswachtenWir & unsere PartnerKontakt

Shop

Die Lebensgestaltung von Jugendlichen wird in erheblichem Umfang von der Teilnahme am Straßenverkehr geprägt. Sie legen immer weitere Strecken zurück, die Verkehrsmittelwahl wird zunehmend differenzierter. Eine altersbedingte Neigung zu Regelverletzungen und riskanten Verhaltensweisen zeigt sich auch im Straßenverkehr. Zugleich wächst bei Jugendlichen aber auch das Interesse an sozialen, ökologischen, ökonomischen und technischen Problemen.

 

Schutzkleidung ist für viele Jugendliche kaum vorstellbar
Skateboard fahren

Mehr als nur Verkehrsteilnahme …

 

Jugendliche sind insgesamt dynamischer und aktiver, aber auch optimistischer, unbekümmerter und leichtfertiger. Schnelles Fahren übt auf sie eine starke Faszination aus. Nicht erst motorisierte Zweiräder haben eine ausgesprochene Symbolfunktion für die Heranwachsenden. Bereits das Fahrrad gilt vielen als Statussymbol, ist weit mehr als ein Transportmittel, das einen von A nach B bringt.

 

Ihr Verhalten im Verkehr wird also nicht nur vom rationalen Transportzweck ("Primärmotiv") bestimmt, sondern auch von "Extramotiven" wie dem Bestreben "Dampf abzulassen", dem Angehen gegen Langeweile und innerer Leere oder der Suche nach Spaß, Freiheit und Unabhängigkeit. Auch dient das Fahrzeug der Selbstdarstellung und der Suche nach sozialer Anerkennung und Macht.

 

Selbstüberschätzung, Abenteuerlust und eine höhere Risikobereitschaft sind dementsprechend weit häufiger Ursache für unfallträchtiges Verhalten als Wissensmangel. Dem entsprechen Aussagen von Jugendlichen, die sich selber als "schnell, aber vorsichtig" und als "riskant, aber sicher" bezeichnen. Gegenargumente werden trotzig vom Tisch gefegt: "Ich muss nicht mit Helm fahren! Mir passiert nichts!", "Ich kann die Kurve noch schneller nehmen!".

 

Umfragen unter Schülern zum Verkehrsverhalten bestätigen dies. Die Befragten kennen sich bestens aus, wissen, wie sie sich zu verhalten haben, orientieren sich aber - trotz eigener, z.T. leidvoller Erfahrungen - nicht an dem, was sie wissen. So gilt etwa Schutzkleidung beim Skateboarden als äußerst uncool, allen Verletzungen zum Trotz.

 

Typisch Jungen - ein Rennen muss manchmal sein.

Gender: Jungen deutlich gefährdeter

 

Jungen sind generell stärker gefährdet, wenn es um Unfälle geht - im Verkehr und anderswo. Gerade bei ihnen überlagern jugendspezifische Verhaltensweisen schnell das Wissen um Gefahren.

 

Bewusst suchen sie Abenteuer und Risiken, um ihre Grenzen kennen zu lernen, das Machbare auszuloten und ihren Freunden zu beweisen, wie toll sie sind. Experimente mit Alkohol und Drogen gehören bei einigen ab einem gewissen Alter ebenso dazu wie Mutproben.

 

Erhebungen zum Radfahren zeigen, dass Jungen nicht nur öfter fahren als Mädchen, sondern auch schneller und riskanter. Sie machen Kunststücke, wissen passgenaues Zielbremsen nahe am Mann zu schätzen, legen sich tief in jede Kurve und fahren gerne freihändig. Zudem eignet sich das Fahrrad gut zum Dampfablassen und Frustbewältigen.

 

Auch wenn die Neigung zum Regelverstoß und zu riskanteren Verhaltensweisen alterstypisch ist, sind die Jugendlichen keine homogene Gruppe. Erhöht unfallgefährdet sind vor allem Jungen, die mehr emotional als rational handeln und ein (zu?) großes subjektives Sicherheitsgefühl besitzen. Hyperaktive und extrovertierte Kinder neigen zu riskanterem Verhalten als ruhige Zeitgenossen.

 

Auch Jugendliche mit geringem Selbstwertgefühl nutzen den Straßenverkehr, um Unsicherheit und Frust zu kompensieren und sich und anderen etwas zu beweisen. Auf dem Mountainbike oder später dem frisierten Mofa oder im ersten Auto fällt es leicht, den Helden zu spielen.

 


Druckversion


Jungen sind deutlich unfallgefährdeter als Mädchen. Dies zeigt sich nicht zuletzt bei den Unfallzahlen heranwachsender Radfahrer. [mehr...]