An jeder Schule können Schulbusbegleiter ausgebildet werden. Im Folgenden werden Voraussetzungen für ein solches Unterfangen und die Aufgaben der Schulbusbegleiter beschrieben.

 

Organisation und Aufgaben von Schulbusbegleitern

Rechtliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen:


In den meisten Bundesländern existieren für die Ausbildung von Schulbusbegleitern  folgende Regeln:

 

  1. Schulbusbegleiter sollen mindestens 13 Jahre alt sein,
  2. sie sollen die nötige "soziale Reife" mitbringen,
  3. ihre Bereitschaft muss auf Freiwilligkeit beruhen,
  4. die Erlaubniserklärung der Eltern muss vorliegen.

Als weitere Voraussetzungen sind unbedingt zu empfehlen:

 

  1. In der Schule muss ein Ansprechpartner (Schulleitung oder für die Ausbildung ernannte Lehrer) vorhanden sein.
  2. Ansprechpartner bei der Polizei, der Verkehrswacht, der Verkehrsgesellschaft sollten informiert werden.
  3. Das  Projekt sollte in das Schulprogramm der jeweiligen Schulen eingebunden werden. Empfehlenswert ist auch die Einbindung aller Schulen, deren Schülerinnen und Schüler mit den gleichen Bussen bzw. Bahnen fahren.
  4. Die Schüler sollten im Alter von 13-16 Jahren sein, also in Jahrgangsstufe 7-10.
  5. Die Schulbusbegleiter erhalten sowohl über die Ausbildung als auch über ihre Tätigkeit ein Zertifikat sowie eine entsprechende Bemerkung im Zeugnis.
  6. Die Schulbusbegleiter sollten bei ihrer Tätigkeit erkennbar, allerdings nicht uniformiert sein (Jacke, Umhang, Armband, Mütze, Ausweis, Schlüsselband mit Anhänger, Button). Es ist ratsam, vor der Anschaffung die Jugendlichen zu befragen, da von außen "aufgezwungene" Erkennungsmerkmale unter Umständen nicht akzeptiert und daher nicht genutzt werden.

Persönliche Voraussetzungen für Schulbusbegleiterinnen und -begleiter

 

Nicht unbedingt konforme und ruhige Schüler eignen sich besonders gut als Schulbusbegleiter. Wichtige Eigenschaften sind Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit. Gute Erfahrungen wurden mit den Schülern gemacht, die selbst aus sogenannten Randgruppen mit Problemhintergrund kommen. Zusammenfassend können die unten stehenden Eigenschaften als persönliche Voraussetzung formuliert werden. Bei vielen Schülern bilden sich diese Eigenschaften allerdings erst während ihrer Tätigkeit als Schulbusbegleiter klar heraus.

 

  1. Persönliche Kompetenzen     
    o Verantwortungsbewusstsein
    o Aufgeschlossenheit
    o Bestimmtheit
    o Zivilcourage
  2. Fachliche Kompetenzen  
    o Kenntnisse der "nichtverletzenden Ärgermitteilung"
    o Anwendung von Konfliktlösungsstrategien
    o Deeskalationskenntnisse
  3. Soziale Kompetenzen     
    o Freundlichkeit
    o Höflichkeit
    o Teamfähigkeit

Aufgaben der Schulbusbegleiterinnen und -begleiter

 

Schulbusbegleiter sollen möglichen Unfällen auf dem Schulweg vorbeugen, also den Bustransport besonders für jüngere Schüler sicherer machen. Weiterhin sollen sie

 

  • Drängeln und Stoßen an den Haltestellen vermindern,
  • den Busfahrer unterstützen, indem sie die Schüler auffordern, sich hinzusetzen oder sich festzuhalten, den Lärmpegel zu senken und Beschädigungen und Schmierereien am Bus zu unterlassen,
  • Gewalt und Streitigkeiten minimieren, indem sie Fehlverhalten entgegenwirken, bzw. Vorfälle einfach nur registrieren,
  • Konflikte vermeiden helfen, indem sie faires und vorbildliches Verhalten fördern und selbst ein Vorbild sind,
  • Ansprechpartner sein und bei Konflikten vermitteln oder diese entschärfen.
     

Schulbusbegleiter sollen Konflikte lösen, ohne selbst Gewalt anzuwenden.
Dabei ist wichtig, zu überzeugen, anstatt zu petzen.


Für den Schulbusverkehr gelten allgemeine Verhaltensregeln: hinten anstellen, nicht drängeln, schubsen…, keine Plätze frei halten, Schultasche auf den Schoß stellen (nicht auf einen freien Platz). Auf die Regeleinhaltung sollen Schulbusbegleiter aktiv einwirken. 

 

 

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