Sind Schülerlotsen angesichts sinkender Unfallzahlen überhaupt noch notwendig? Ja, ohne jede Einschränkung! Ein paar Informationen mögen dies zeigen.

 

Die Anzahl der jährlich auf dem Schulweg verunglückten Grundschüler entspricht der Einwohnerzahl einer Kleinstadt wie Alzey, Eutin oder Torgau. Allein im Jahre 2009 verzeichnete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 15.925 Schulwegunfälle von Grundschülern! Das sind 44 Kinder pro Tag! Gezählt werden alle den Unfallversicherern gemeldeten Schulwegunfälle, die zu einer ärztlichen Behandlung führten. Pro 1.000 Schüler kamen fast 6 Jungen und Mädchen zu Schaden. Zahlen, die aufschrecken lassen!

 

Auch die Angaben des Statistischen Bundesamtes unterstreichen die Notwenigkeit des Lotsendienstes. Drei Schwerpunkte lassen sich bei den Unfällen von Kindern von 6 bis 14 Jahren als Fußgänger und Radfahrer 2009 nach Tageszeit ausmachen: kurz vor Schulbeginn, nach Schulende und am späteren Nachmittag. Morgens zwischen 7 und 8 Uhr ereigneten sich 2009 die meisten Unfälle. Die Wiesbadener Behörde registriert lediglich die Unfälle, die von der Polizei aufgenommen werden. Entsprechend hoch ist die Dunkelziffer. Gerade viele glimpflich ausfallende Unfälle tauchen oft nicht in der Statistik auf.

Quelle: Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt: Kinderunfälle (Fußgänger und Radfahrer) nach Tageszeit 2009

 

Drucken - Fenster schließen