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Unbrauchbare Fahrräder wandern vielerorts zum Sperrmüll. Dabei ist an fast jedem alten Drahtesel noch ein brauchbares Teil, und seien es nur ein paar Schrauben.

Wertstofftrennung

Das Ausschlachten alter Fahrräder ist für die Schulwerkstatt nicht nur eine Quelle für Ersatzteile, sondern dient auch einem umweltpädagogischen Zweck. Dann nämlich, wenn eine saubere Wertstofftrennung durchgeführt wird. Der zunehmende Anteil an Aluminium im Fahrradbau kann auch den einen oder anderen Euro in die Kasse spülen, wenn das Leichtmetall gesondert gesammelt und verkauft wird.

Schema eines Entsorgungsprojekts für alte Fahrräder

Beispiel für Kooperation von Stadt und Schule

Ein ideales Modell konnte über viele Jahre an der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau praktiziert werden: Hier propagierten Stadtverwaltung und Schule gemeinsam das Motto "Alte Fahrräder sind kein Sperrmüll!". Die Schulwerkstatt fungierte als Sammelstelle und sorgte für eine Trennung in die verschiedenen Altmaterial-Fraktionen. Im Gegenzug stellte die Stadt Nidderau einen Schrottcontainer zur Verfügung, der auf Abruf vom Bauhof geleert wurde. Gleichzeitig trug dieses Modell zur Vernetzung der Schule mit dem kommunalen Umfeld bei.

Praktikabel ist ein solches Projekt allerdings nur, wenn ausreichend Lagerraum für die angelieferten Alträder vorhanden ist.

Für unerfahrene Schüler bietet das Zerlegen alter Räder auch eine gute Möglichkeit, sich mit Werkzeugen, ihrer Handhabung und verschiedenen Verbindungstechniken im Fahrradbau vertraut zu machen. Auch durch fehlerhaftes Arbeiten kann kein großer Schaden angerichtet werden; im Gegenteil, auch aus Fehlern lässt sich viel lernen.

Wirklich Schrott?

Übrigens kann so manches Fahrrad, das zum Verschrotten angeliefert wird, nach einer kritischen Begutachtung der Fraktion Instandsetzung zugeteilt werden.


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