Meist sind es junge Männer, für die das Auto weit mehr ist als ein Transportmittel. Mit seiner Hilfe kann man sich abheben, Anerkennung gewinnen, Mädels beeindrucken sowie dem Alltagstrott den Nervenkitzel des Fahrens entgegenstellen. Der Geschwindigkeitsrausch übt auf viele frischgekürte Führerscheinbesitzer eine geradezu euphorisierende Wirkung aus. Wer mit laut aufheulendem Motor anfährt und im letzten Moment bremst, gilt als ganzer Mann. Wenn dann noch Alkohol ins Spiel kommt, sind die Konsequenzen absehbar. Immer wieder enden feuchtfröhliche Diskoausflüge am Wochenende mit fatalen Folgen.
Diese Jugendlichen setzten sich auch in anderen Situationen einem höheren Risiko aus, ihre Einstellung zum Verkehr entspricht ihrem Lebensstil. Wer ständig auf der Suche nach dem Kick ist, sucht ihn auch am Lenkrad. Die Rechnung: "jung + männlich + niedrige Bildung = hohes Risiko" ist zugespitzt, bringt die Sache aber auf den Punkt.
Junge Fahrerinnen
Ob Frauen besser Auto fahren, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist ihr Anteil an dieser Risikogruppe verschwindend gering. Das Auto als Statussymbol spielt bei ihnen nur eine untergeordnete Rolle. Für sie geht es vor allem darum, von A nach B zu kommen. Dennoch fahren auch junge Frauen nicht ungefährlich. Überdurchschnittlich oft verunglücken sie als Beifahrerinnen.
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