Eigenständige Verkehrsteilnahme ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung junger Menschen. Ob als Fußgänger oder Radler, im Bus oder auf Inline-Skates, Fortbewegung und Mobilität gehören zum Selbstverständnis der Jugend.
Für Heranwachsende mit einer Behinderung ist Mobilität immer noch mit vielen Einschränkungen verbunden. Für sie ist es ungleich schwieriger und gefährlicher, am Verkehrsgeschehen teilzunehmen. Beeinträchtigungen der Sprache, des Wahrnehmungsvermögens oder der Motorik können in komplexen Verkehrssituationen rasch zu einer Überforderung führen.
Viele Eltern, Erzieher und Lehrer stehen daher vor einem Dilemma. Sollen sie behinderten Jugendlichen die für ihre Entwicklung notwendigen Freiräume - auch im Verkehr - einräumen? Oder ist es besser, das Risiko möglichst klein zu halten. So schwierig die Antwort im Einzelfall sein mag, generell haben Heranwachsende ein Recht auf möglichst viel Eigenständigkeit und selbstbestimmte Mobilität. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, bedarf es einer effektiven Verkehrserziehung - zu Hause und in der Schule.