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Was seit 2004 in den Bundesländern in Modellversuchen erprobt wurde, gilt seit Januar 2011 bundesweit und auf Dauer: Das "begleitete Autofahren mit 17".

 

Begleitetes Fahren ab 17
Quelle: bf17; DVW e.V.

Junge Leute können sich nach bestandener Fahrprüfung also schon zu ihrem 17. Geburtstag ans Steuer setzen, wenn ein Erwachsener daneben sitzt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erwartet davon "eine sehr positive zweiseitige pädagogische Wirkung", auf den Fahranfänger wie auf den Beifahrer. Begleiter eines Anfängers darf nur sein, wer selber den Führerschein besitzt, mindestens 30 Jahre alt ist und nicht mehr als drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei angesammelt hat.

Hierzu der Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Kurt Bodewig, Bundesverkehrsminister a.D.: „BF 17 ist die erfolgreichste Maßnahme zur Reduzierung des Unfallrisikos junger Fahrer, die es in der Bundesrepublik je gab. Die Deutsche Verkehrswacht hat an der Entwicklung von BF 17 mitgearbeitet. Wir haben uns ‚ohne Wenn und Aber‘ für die Überführung des Modellprojektes in dauerhaftes Fahrerlaubnisrecht eingesetzt.“

Ramsauer erhofft sich von der Neuregelung insgesamt weniger Verkehrsunfälle und Verkehrsopfer. Bei den Modellversuchen zum Führerschein mit 17 habe sich gezeigt, dass Fahranfänger in der Begleitphase wesentlich seltener (22 Prozent) Unfälle auslösen und die Zahl der registrierten Verkehrsverstöße um ein Fünftel niedriger lag als in der Vergleichsgruppe der nicht-begleiteten und nur wenig älteren Fahranfänger.

Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass in diesem Jahr die Zahl der Verkehrstoten weiter sinkt. Es gebe nach den ersten fünf Monaten "berechtigte Hoffnung", dass die Marke von 4000 unterschritten werde. Dies wäre der niedrigste Stand seit 1949. 2009 wurden 4152 Verkehrstote gezählt. 1970 ließen allein auf Straßen der "alten" Bundesrepublik 21 300 Menschen ihr Leben.

Ramsauer berichtete, auch er habe schon seine Erfahrungen beim begleiteten Fahren mit seinen beiden ältesten Töchter weitergeben können: "Man entwickelt Instinkte für bestimmte Situationen", die ein Führerscheinneuling einfach nicht haben könne. Er selbst habe den Führerschein seit 38 Jahren. Dabei gingen die Einschätzungen, ob er ein guter Beifahrer sei, auseinander: "Mein Fahrer sagt so, meine Frau sagt anders."


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