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Um die Unfallgefahr junger Fahrer zu reduzieren, hat die Deutsche Verkehrswacht (DVW) die "Aktion Junge Fahrer" (AJF) ins Leben gerufen, die seit über 20 Jahren mit Erfolg umgesetzt wird.

 

Die Ursachen für die hohe Unfallgefährdung von Fahranfängern sind bekannt: neben Unerfahrenheit und mangelnder Routine spielen überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung der Vorfahrt, riskante Fahrmanöver und nicht zuletzt auch Alkoholgenuss eine wichtige Rolle. Dazu gesellen sich speziell bei vielen jungen Männern noch eine erhöhte Risikobereitschaft, Imponiergehabe und Selbstüberschätzung.

 

Junge Fahrerin

Eingebettet in ein buntes Rahmenprogramm werden junge Leute im Alter von 16 und 25 Jahren auf den eintägigen Aktionstagen von den örtlichen Verkehrswachten für die speziellen Gefahren sensibilisiert, denen sie ausgesetzt sind und denen sie sich aussetzten. Praxis und Erprobung stehen im Mittelpunkt. Aktionselemente wie Gurtschlitten, Fahrsimulatoren, Motorradsimulator, Alkoholsimulator und Rauschbrille, Seh- und Reaktionstestgeräte, Schleiftest, Rettungssimulatoren oder Unfalldemonstrationen gehören zu den Highlights solcher Veranstaltungen.

 

Teilweise werden im Rahmen der Aktionstage auch spezielle Sicherheitstrainings angeboten oder Demos aus einem Sicherheitstraining vorgeführt. Selbstverständlich haben die jungen Menschen auch die Möglichkeit, sich mit Experten zu unterhalten (Mitarbeiter der Verkehrswacht, Polizei, Fahrschulen, Sozialpädagogen, Richter, Staatsanwälte, Unfallforscher usw.).

 

Die regionale Umsetzung erlaubt es, lokale Besonderheiten der Freizeitgestaltung und Verkehrsinfrastruktur sowie bildungs- und berufsgruppenspezifische Vorgaben individuell zu berücksichtigen.

 

Neben der finanziellen Unterstützung für die Durchführung der Aktionen erhalten die Kreis- und Ortverkehrswachten durch die DVW zusätzliche Materialien wie Spannbänder, Handzettel, Plakate und Anzeigenvorlagen, um ihnen eine gezielte und breite Öffentlichkeitsarbeit vor Ort zu ermöglichen. Das Aktionsprogramm, die direkte Ansprache der jungen Fahrer und die entsprechende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden ganzjährig durchgeführt.

 

Wenn "Aktion Junge Fahrer" unter Beteiligung der Schulen durchgeführt wird, muss sicher gestellt sein, dass die Veranstaltung öffentlich zugänglich ist. Erkundigen Sie sich bei Ihrer örtlichen Verkehrsacht oder der für Sie zuständigen Landesverkehrswacht.

 


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